ID Festival: Box Salon

Digitales Event, Stream, Performance, Performance, Konzert, Liederabend, Klassik ASK HELMUT


20.03.2021 21:00 Uhr
radialsystem, Berlin

Im Ring niedergestreckt, erhebt sich eine Frau vom Boden und kämpft weiter: Nicht gegen einen Gegner, der bereits gewonnen hat, sondern mit sich selbst. Der innere Kampf der besiegten Boxerin wird begleitet von Liedern aus dem 16. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die berührende Musik gibt eine Ahnung davon, in welch‘ unterschiedlichen Situationen und wie zeitlos Trauer wahrgenommen, durchlebt und verarbeitet wird. Eine musikalisch-körperliche Inszenierung der Trauer in fünf Phasen von Regisseur Tom Wilmersdörffer – mit Klavierimprovisationen und Boxkampf. Leugnung, Zorn, Verhandeln, Depression und Annahme der Situation: Im „Box-Salon“ erleben wir die Phasen des Trauerprozess entlang der Lieder von John Dowland und Kurt Weill – musikalisch inszeniert von Sopranistin Andromahi Raptis und Pianist Jonathan Ware, visuell verkörpert von Boxer*innen des Münchner Boxwerk. Oberflächlich scheinen die Werke der Komponisten unterschiedliche Geschichten zu erzählen, hintergründig aber fügen sie sich in die universellen Phasen der Trauerbewältigung ein. Zum fünften Mal reflektiert das ID Festival unter der künstlerischen Leitung von Ohad Ben-Ari im radialsystem die vielschichtigen Beziehungen und Fragestellungen zwischen in Deutschland lebenden Israelis und Deutschen. Die Jubiläumsausgabe des ID Festivals – ursprünglich geplant für April 2020 – widmet sich dem Thema des Absurden – sprich, dem, was in uns aufsteigt, wenn wir nach Sinn suchen und Bedeutungslosigkeit erahnen. Etwas, das Künstler*innen schon immer fasziniert hat und mehr denn je aktuelle Bezüge aufweist: Zwischen Lockdown und Sisyphos-Gefühlen verbindet die neu kuratierte Online-Edition des Festivals Musik, Performance, Humor, kathartische Kämpfe und rituelle Handlungen. Weitere Informationen zum ID Festival finden Sie unter https://idfestival.de/de/   Biografien HIDALGO ist ein Münchner Klassik-Start-Up. Das interdisziplinäre Team verbindet paradoxe Welten zu intensiven Erlebnissen. Mit höchstem Anspruch an die musikalische Qualität produziert HIDALGO innovative Konzertformate und veranstaltet seit 2018 das jährliche „HIDALGO Festival für junge Klassik“. Video-Installationen, Sound-Design, romantische Dichtung und moderne Lyrik – bei HIDALGO ist erlaubt, was sich zu Größerem zusammenfügt. Im BOXWERK München trainieren seit 2009 Amateur- und Profisportler*innen, die bereits zahlreiche Titel gewonnen haben. Über den sportlichen Betrieb hinaus engagiert sich die Münchner Institution sozial und kulturell. Geleitet wird sie von Nick Trachte, Vizepräsident des Bayerischen Boxverbands. Die Sopranistin Andromahi Raptis ist seit der Spielzeit 2018/19 Mitglied des Ensembles des Staatstheaters Nürnberg. Sie studierte in Toronto und München und arbeitete mit Ensembles wie dem Bayerischen Staatsorchester und dem Münchner Rundfunkorchester. Auftritte hatte sie im Opernstudio der Opéra National de Lyon, an der Komischen Oper Berlin und der Staatsoper Hamburg. Einen besonderen Schwerpunkt ihres Bühnen-Repertoires bilden Opern- und Konzertwerke der Neuen Musik. Jonathan Ware tritt weltweit als Pianist und Liedbegleiter auf. Er wurde mehrfach bei Wettbewerben ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Hugo-Wolf-Preis. Nach seinem Studium in Rochester, New York und Berlin führten ihn Gastspiele an die Wigmore Hall in London, die Carnegie Hall in New York und das Théâtre des Champs-Elysée in Paris. Regelmäßig tritt er beim Heidelberger Frühling und dem Verbier Festival auf. Er unterrichtet an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und der Barenboim-Said Akademie in Berlin. Tom Wilmersdörffer sucht als Regisseur und Konzertdesigner nach neuen Bühnenformen. Er arbeitet mit spartenübergreifenden Konzepten zwischen Musik, Theater, Lyrik, digitaler und bildender Kunst. Der studierte Konzert- und Opernsänger initiierte 2016 das „HIDALGO Festival für junge Klassik“, das er seitdem künstlerisch leitet. Er ist Stipendiat für Kunst und neue Medien der Landeshauptstadt München, Stipendiat der BW-Stiftung, wird gefördert durch den Fonds Darstellende Künste und ist Concerto21-Akademist der Töpfer-Stiftung.


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