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Komische Oper Berlin

Oper; Operette; Musical; Musical Theater; Barrie Kosky; Opera; Operetta;

Behrenstr. 55-57, 10117 Berlin
WARUM »KOMISCH«? Mit dem Namen Komische Oper knüpfte Gründervater Walter Felsenstein 1947 an die Unmittelbarkeit und Volksnähe der französischen Gattung Opéra comique, aber auch an die im Krieg ze... Read more


Program

Komische Oper Berlin

Behrenstr. 55-57, 10117 Berlin

(030) 47 99 74 00

www.komische-oper-berlin.de

WARUM »KOMISCH«?
Mit dem Namen Komische Oper knüpfte Gründervater Walter Felsenstein 1947 an die Unmittelbarkeit und Volksnähe der französischen Gattung Opéra comique, aber auch an die im Krieg zerstörte Berliner Komische Oper in der Friedrichstraße an der Weidendammer Brücke an, deren Intendant Hans Gregor 1905 bis 1911 von ähnlichen Ideen inspiriert war und eine »Kunst ohne Konvention, Vorurteile und Künstlereitelkeiten« forderte. Felsenstein im Programmheft der Eröffnungspremiere der Komischen Oper: »Komische Oper ist zwar die wörtliche Übersetzung von Opéra comique, verleitet aber – wörtlich genommen – zu einer Sinngebung, die dem vom französischen Namen unmissverständlich bezeichneten Genre des musikalischen Theaters nicht ganz gerecht wird. Was im Allgemeinen in Deutschland Singspiel, Buffo-Oper, Operette, Spieloper genannt wird, trifft zum Teil für die hier gemeinte Gattung zu, bleibt aber auch zum großen Teil im musikalischen wie geistigen Anspruch hinter ihr zurück. Die Komische Oper hat sich die Aufgabe gestellt, die künstlerisch erlesensten und zugleich volkstümlichsten Werke des internationalen Musiktheaters aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im wechselnden Spielplan zu pflegen. Und zwar mit durchaus gleichmäßiger Betonung beider Teile des Wortes Musik-Theater. Denn Musik, die nicht aus dem dargestellten Vorgang wächst, hat nichts mit Theater zu tun, und eine Darstellung, die sich nicht präzis und künstlerisch gültig mit der Musik identifiziert, sollte besser auf Musik verzichten.«
So steht an der Komischen Oper Berlin auch heute ein festes Ensemble virtuoser Sänger-Darsteller im Mittelpunkt, das die gesamte Bandbreite des Musiktheaters präsentiert, von den ältesten Opern Claudio Monteverdis über Mozart bis zu Uraufführungen zeitgenössischer Werke.
Barrie Kosky knüpft seit 2012 in seiner Intendanz an die Tradition an, besinnt sich aber auch auf die Geschichte des Hauses an der Behrenstraße vor 1945. Verdrängtes und Vergessenes steht wieder auf dem Spielplan, selten oder nie Gehörtes gerade der Komponisten, die unter den Nationalsozialisten von der Bildfläche verschwanden und häufig bis heute zu Unrecht verkannt sind. Die Berliner Jazz-Operette der 1920er und 1930er Jahre beweist unter Kosky ihren geistreichen Witz, vom 50er-Jahre- Kitsch befreit zeigt sich manches Stück in ganz neuem Licht. Die Komische Oper Berlin als legitime Erbin des Metropol-Theaters.


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