FOTO: © David Baltzer

Ways of Disagreeing - Monique David-Ménard und McKenzie Wark diskutieren über Psychoanalyse und Queer Theory Moderation: Helmut Draxler

Theater

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Nach wie vor scheint der Anti-Ödipus (1972) von Deleuze/Guattari einen großen Einfluss auf linke Theoretiker:innen in Frankreich auszuüben. Man denke in diesem Zusammenhang nur an Didier Eribons Der Psychoanalyse entkommen (2005), das einer Abrechnung mit Lacans „grundlegender Homophobie“ gleichkommt. Auch Paul B. Preciados Can the Monster Speak? (2021) greift in einer fulminant geschriebenen Rede an eine Akademie von Psychoanalytiker:innen deren heteronormative Prämissen an. Ist die Psychoanalyse also aus queertheoretischer Sicht nicht zu retten?

In McKenzie Warks autofiktionalem Memoir Reverse Cowgirl (2020) sieht es ganz danach aus, da sie das freudianische Konzept des Penisneids zugunsten eines „Vagina-Neids“ zurückweist. Freud wird hier mit großer Bestimmtheit die Bewunderung für seine „dick mono-logos“ verweigert. Monique David Ménard hingegen stellt in Deleuze und die Psychoanalyse (2009) die These auf, dass Deleuze in seinem Denken – trotz Psychoanalysekritik – dem Subjektverständnis der Psychoanalyse im Grunde verhaftet blieb. Denn auch bei Deleuze fände sich ein „in seiner Existenz bedrohtes“ Subjekt, dem die Sprache versagt und dem die gewohnten „stabilen Bezüge zwischen Worten und Dingen“ abhandengekommen seien. Stellt die Psychoanalyse also das Werkzeug für ein als inkohärent, nicht-essentialistisch und transgressiv verstandenes Subjekt zur Verfügung oder zwingt sie uns nach wie vor die Macht des Phallus auf?

Location

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Rosa-Luxemburg-Platz,n
10178 Berlin

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