FOTO: © Foto (Detail) von Sophia Ogielska © Sophia Ogielska 1995

Unexpected Territories - Ausstellungen

Keine Beschränkungen Ausstellung Ausstellung Veranstaltungsserie

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Auf die Spuren des amerikanischen Komponisten, Performers und legendären Pioniers der Live-Elektronik David Tudor (1926-1996) begibt sich die zehntägige Veranstaltungsserie »unexpected territories« von singuhr – projekte mit Ausstellungen, Konzerten, Workshops und einem Symposium in der Villa Elisabeth und St. Elisabeth.

Die Ausstellungen bilden einen Schwerpunkt des Programms der Veranstaltungsserie „unexpected territories“.

Im Foyer der Villa Elisabeth bietet eine Reihe von Videodokumentationen eine Einführung in Tudors Leben und Werk. Der estnische Künstler Raul Keller zeigt seine Klanginstallation "mem - interference" in Studio 1+2 und der Amerikaner Paul DeMarinis die Klanginstallation "Neurish / Fleurish" in Studio 3 der Villa Elisabeth.

Weitere Ausstellungen sind in der ACUD Gallery und im Projektraum Meinblau zu sehen. Der Eröffnungsrundgang durch die Ausstellungen startet am 2.7.22 um 14 Uhr Projektraum Meinblau mit einer Performance von Alberto de Campo, Hannes Hoelzl, Liz Allbee, Ioana Vreme Moser und Anne Wellmer.

Eintritt frei.

 

 

Weiteres Veranstaltungsprogramm:

01.07.2022 | 19:00 & 20:30 Uhr | Villa Elisabeth: Auftakt | Doppelkonzert

Den Auftakt der Reihe bildet ein Doppelkonzert in der Villa Elisabeth. Auf dem Programm stehen David Tudors Stück "Untitled" von 1972/1994 mit einem Videostill von Sophia Ogielska und zwei Uraufführungen: In "Subject to Change - for video and sound (for D.T.)" reflektiert Phil Edelstein, der selbst bis in die 1990er Jahre mit Tudor zusammenarbeitete, Tudors Vision einer klangbasierten Videokontrolle. Der schwedische Künstler Mats Lindström inszeniert mit "One (for David Tudor)" ein immersives Environment, in dem Ton und Neonlicht synchronisiert werden.

02.07.2022 | 19 & 20:30 Uhr | Villa Elisabeth: Doppelkonzert

Das zweite Doppelkonzert von "unexpected territories" in der Villa Elisabeth kombiniert drei Originalkompositionen von Tudor mit einer neuen Arbeit des Berliner Künstlers Jan St. Werner: "Robodynamic Diffusion (RDD) - for moving loudspeaker" - ein mobiles Lautsprechersystem, das durch seine Bewegung den Raum klanglich aktiviert. "Pepscillator" (1970) und "Microphone" (1970, realisiert von Matt Rogalsky) sind zwei Arbeiten, die zum Programm des Pepsi-Pavillons auf der Weltausstellung 1970 in Osaka, Japan, gehörten - ein multimediales Kunstwerk von E.A.T. (Experiments in Art and Technology). Mit "Hedgehog" (1985, realisiert von Michael Johnsen) steht auch ein spätes Werk von Tudor auf dem Programm.

03.07.2022 | 14-20 Uhr | Villa Elisabeth: Symposium

Das Symposium am 3.7. in der Villa Elisabeth ist ganz dem Thema Live-Elektronik gewidmet. Und zwar sowohl aus der Perspektive der Rekonstruktion von elektronischen Instrumenten als auch aus der Perspektive von Aufführungssituationen und -formen. Das Programm umfasst Vorträge und Diskussionen von und mit You Nakai, Michael Johnsen, Miriam Akkermann, John Driscoll, Phil Edelstein, Matt Rogalsky, Mats Lindström, Andrea Neumann und Julia H. Schröder (Moderation).

06.07.2022 | 14-20 Uhr | Villa Elisabeth: Lecture-Demonstration

Eine besondere "Lecture-Demonstration" von E.A.T. (Experiments in Art and Technology) in der Villa Elisabeth wird sich mit einem Konzept von Tudor beschäftigen, das eine Vision geblieben ist: "Island Eye, Island Ear". Mit Julie Martin, You Nakai, Jacob Kirkegaard, John Driscoll und Phil Edelstein.

08.07.2022 | 19 & 20:30 Uhr | St. Elisabeth: Doppelkonzert

Das dritte Doppelkonzert am 8. Juli in der St. Elisabeth-Kirche präsentiert "Pulsers" (1976), eines von Tudors zentralen No-Input-Feedback-Stücken, aufgeführt auf restauriertem Original-Tudor-Equipment (gespielt von Michael Johnsen). Das "Monobirds Orchestra (after and with David Tudor's Monobird)" mit Jacob Kirkegaard, Julie Martin, You Nakai und Phil Edelstein experimentiert mit einer Auswahl von Klängen aus Tudors Pepsi-Bändern - Aufnahmen, die er im Vorfeld der Weltausstellung 1970 in Osaka vor Ort gemacht hat. Das Thema Stimme/Sprache steht dagegen im Mittelpunkt des UA "Analog thoughts transformed by digital dreams" der Komponistin und Performerin Laura Mello und des Komponisten Wolfgang Musil, in dem die Möglichkeiten der Stimme in einem erweiterten elektroakustischen Raum erkundet werden.

09.07.2022 | 19 Uhr | St. Elisabeth-Kirche:

Den Abschluss des Konzertprogramms in der St. Elisabeth-Kirche bilden Stücke, die sich mit einem der zentralen Phänomene bei Tudor befassen: dem Feedback. Den Kölner Komponist und Klangkünstler/Performer Hans W. Koch interessiert dabei besonders der Einsatz von Phasenverschiebungen (phase shifts) in Kombination mit Feedbacks in einem realen Raum. Michael Johnsen verfolgt in »untitled, 2022« die live-elektronische Geburt von Signalen in zyklischen Transformationen. Zum Finale kommt mit David Tudors »Microphone« ein weiteres der Pepsi Pavillon Stücke nochmals zur Aufführung, diesmal in einer Neuinterpretation der beiden Tudorfreunde und -kollegen John Driscoll und Phil Edelstein.

 

Veranstalter: singuhr e.V. in Kooperation mit dem Kultur Büro Elisabeth

Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds.

Mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung. In Zusammenarbeit mit: Kunsthaus Acud, Meinblau Projektraum und Digital in Berlin

Location

Villa Elisabeth
Invalidenstr. 3
10115 Berlin

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