FOTO: © Schaubühne / Franziska Lantermann

Streitraum: »Demokratische Geschichte/n«

Theater

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Die demokratische Gesellschaft soll säkular, offen und pluralistisch sein. Aber ist auch die Art, wie Geschichte erzählt wird, offen und pluralistisch? Welche Erfahrungen und Erinnerung verfestigen sich so, dass sie aufgehoben, weitererzählt, archiviert werden? Welche werden verdrängt? Welche historischen Kontinuitäten, welche Brüche waren unerwünscht und verdeckt? Welche Rolle spielen dabei Schulen, Museen, Theater, Filme? Wie lässt sich der demokratische Diskurs pluralisieren, welche Geschichte/n müssen erzählt werden und wie lassen sich Konflikte um Deutungen und Erfahrungen konstruktiv gestalten?
In den letzten Jahren haben nicht nur die Auseinandersetzung mit dem NSU und die Black Lives Matter Bewegung schmerzhaft deutlich gemacht, wie ungehindert und unreflektiert noch Rassismus, Antisemitismus und neonationalistische Bewegungen ihre Menschenverachtung und ihre Gewalt ausleben können. Die kritische Reflexion auf die rechten Netzwerke der Gegenwart muss immer auch die Frage zulassen, welche historischen Kontinuitäten sich in ihnen zeigen und welche nicht. Eine säkulare, offene, pluralisierte Demokratie darf sich nicht nur als säkular, offen und pluralistisch behaupten – und die eigenen blinden Flecken, die eigenen religiösen, kulturellen, sozialen Normierungen unangetastet lassen. Wie lässt sich der demokratische Diskurs, die demokratische Teilhabe wirklich pluralisieren, welche Geschichte/n müssen erzählt werden und wie lassen sich die Konflikte um Deutungen und Erfahrungen konstruktiv gestalten?

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