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Quadrat Sampling E-Ecologies

Theater

Das sagt der/die Veranstalter:in:

The Mycological Twist lädt zu einer Erkundungsreise ins HAU3 ein und veranstaltet dort gemeinsame Gaming-Sessions von “No Man’s Sky”. In diesem Computerspiel steuern die Spieler:innen die Figur einer:eines Weltraumentdecker:in, die in einem schier endlosen Universum von Planet zu Planet fliegt mit jeweils einzigartigen ökologischen Bedingungen. Auch nach unzähligen Spielstunden kann immer wieder Neues entdeckt werden.“Quadrat Sampling E-Ecologies” umfasst zwei Etappen. Im “Introducing Workshop” werden das Spiel und seine Umgebung mithilfe einer Reihe von Instrumenten der Feldforschung erkundet, die an eine digitale Landschaft angepasst werden. In der “Gaming Session” werfen Eloïse Bonneviot und Anne de Boer gemeinsam mit Expert:innen aus den Bereichen Kunst und Aktivismus sowie den Spieler:innen einen neuen, subversiven Blick auf das Spiel und sprengen seine Grenzen.Zum Hintergrund der Produktion:Die zunehmende Leistungsfähigkeit unserer Computer eröffnet den Menschen weltweit Zugang zu faszinierenden Videospielen und damit zu einer Vielzahl von Welten. Diese sind nicht länger die ausschließliche Domäne stereotypischer, meist männlich-jugendlicher Gamer:innen, sondern verwandeln sich zunehmend in einen sozialen Raum, der von sehr diversen Gruppen erkundet wird.Diese Räume sind soziale Netzwerke. Die traditionellen sozialen Netzwerke verbinden uns mittels einer Performativität des Alltäglichen, wohingegen in Games eine fiktive Erzählung im Vordergrund steht, deren Rahmen von den Entwickler:innen vorgegeben ist. Die ausgewählten Avatare sind temporäre Vertreter:innen unserer Selbst. Als Spieler:in ist man zugleich Autor:in und Publikum der Erzählung und erlebt gemeinsam mit den Mitspieler:innen aufregende Erlebnisse.Trotz der unterschiedlichen Teilnehmer:innen an Multiplayer-Spielen folgt der Spielablauf stets ähnlichen Mustern: Tötet dies, erobert das, werdet der:die Beste, erbeutet alles. Die lineare Aufgabenstellung bestimmt sowohl die Funktionsweise der Räume als auch, wen diese interessieren wird. Die endlos reproduzierten Erzählungen spiegeln aktuelle Vorurteile, Machtkämpfe und Ideologien wider. Die spezifischen Probleme der jeweiligen Spiele erfordern spezifische Untersuchungen und Fragestellungen.Die beiden Künstler:innen Eloïse Bonneviot und Anne de Boer waren bereits Teil der HAU-Festivals “Spy on Me” #2 und #3 und zuletzt auf der 7. Athens Biennale vertreten.“Quadrat Sampling E-Ecologies” findet auch in Kooperation mit der Fritz-Karsen-Schule aus Berlin-Neukölln statt. Das HAU lädt eine Klasse zum gemeinsamen Spielen und Diskutieren ins HAU3 ein.Danielle Brathwaite-Shirley arbeitet vor allem mit Animationen, Sound, Performance und Videospielen, um die Erfahrungen einer Schwarzen trans Person zu vermitteln. Brathwaite-Shirleys Praxis konzentriert sich auf die Dokumentation des Lebens Schwarzer trans Personen, wobei gelebte Erfahrungen mit Fiktion verschränkt wird, um trans Geschichten fantasievoll nachzuerzählen. Angetrieben von dem Wunsch, die “Geschichte heutiger und früherer trans Menschen” aufzuzeichnen, kann Brathwaite-Shirleys Arbeit als ein trans Archiv gesehen werden. Die Arbeiten wurden in der Albright-Knox Art Gallery, David Kordansky Gallery, Quad Gallery, Arebyte Gallery, Science Gallery, im Barbican Centre sowie in der Tate Modern gezeigt. Während des 3hd 2020 Festivals von Creamcake zeigte Danielle Brathwaite-Shirley den Film und die interaktive Performance “We Are Here Because of Those That Are Not” auf HAU4.Xenia Chiaramonte ist Juristin und Rechtssoziologin. 2019 hat sie ihre Monographie “Governare il conflitto: La criminalizzazione del movimento No TAV” [“Den Konflikt regieren: Die Kriminalisierung der No-TAV-Bewegung”] veröffentlicht, in der sie die Kriminalisierung einer der ältesten und bekanntesten Umweltbewegungen in Westeuropa analysiert. In ihrer Forschung entwickelte sie einen tiefgreifenden ethnografischen Ansatz, der mit einer theorieorientierten Sichtweise kombiniert wurde.Ahmed Isam Aldin ist bildender Künstler, Designer und Blogger aus Khartum. Er studierte Physik an der Universität von Khartum, Grafikdesign und Fotografie in Kairo und Visuelle Kommunikation an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. In seiner Praxis beschäftigt er sich mit Immigration und Psychologie sowie mit den Prozessen von Revolutionen, dekolonialem Design und Technologie. Er hat an verschiedenen Ausstellungen in Khartum, Kairo und Berlin teilgenommen und studiert derzeit Medienkunst an der Universität der Künste Berlin.Barbara Marcel ist eine brasilianische Künstlerin und Filmemacherin. Sie beschäftigt sich in ihren Werken mit historischen Auffassungen von Natur und deren Verbindungen zu kolonialen Bildwelten.

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