FOTO: © MaximilianForum

offspace SENTIMENTAL

TAGESTIPP 2G Ausstellung

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Ein Projekt zu Offspaces in München, kuratiert von Hanna Banholzer.

Teilnehmende Offspaces und Schaufenstergalerien: achtzehnkommazwei, apartment der kunst, EYES ONLY, fructa, Galerie FOE, GiG, Das KloHäuschen, Nicht Verfügbar, NODEPRESSIONROOM, Pinokiothek der Moderne, Rosa Stern Space, sandkasten, super+CENTERCOURT, VIER8L und WELTRAUM

Als „Offspace“ werden Räume der Kunst bezeichnet in denen selbstorganisiert oft die ersten öffentlichen Präsentationen junger Künstler*innen stattfinden. Sie sind Hotspots für noch nicht Etabliertes, an denen sich Kommendes sehen lässt, Künster*innen und Kurator*innen sich ausprobieren und erste Erfahrungen sammeln. Insgesamt sind 15 Münchner Offspaces exemplarisch ausgewählt und erhalten hier eine Bühne, die die Diversität dieser Räume und ihrer unterschiedlichen Konzepte vermittelt.

Offspaces sind häufig ephemere Erscheinungen. Ohne gesicherte Finanzierung entstehen sie in Eigeninitiative, und im Vergleich zur Galerie verfolgen sie nicht primär ein kommerzielles Interesse. Dennoch sind sie essentiell für aktuelle, sich weiter entwickelnde Kunstszenen.

Vorbilder dafür entstanden im 19 Jahrhundert jenseits der klassischen Kunstinstitutionen etwa in Frankreich, als Angebote der Avantgarde. Die Neo-Avantgarden der 1960er Jahre belebten dieses Modell erneut stark. In München wurde so etwa der „Aktionsraum 1“ in der Waltherstraße zu einem Vorbild für viele folgende sogenannte Offspaces, die sich deutlich als Gegenmodell zum white cube, dem cleanen musealen Raum verstanden.

Offspaces bewegen sich zwischen Unabhängigkeit und dem Bemühen wahrgenommen zu werden, zwischen Unkonventionalität und Anspruch, sie sind Schauraum und gelegentlicher Verkaufsraum. Offspaces entstehen jeweils aus ganz persönlichem Engement und in sehr individueller Form – vom Schaukasten und mobilen Format bis hin zu galerieähnlichen Räumen.

Der Titel der Ausstellung „offspace SENTIMENTAL“ ist bewusst in Anlehnung an das von Daniel Spoerri in den 1970er Jahren entwickelte Ausstellungskonzept des „Musée Sentimental“ gewählt. Auch die Ausstellung im MaximiliansForum stellt nicht Kunstwerke sondern Alltagsgegenstände und persönliche Erinnerungsstücke in den Mittelpunkt. Die beteiligten Offspaces waren eingeladen Objekte und Texte zur Verfügung zu stellen, die in besonderer Weise Geschichten über ihre Orte erzählen. Als wichtige Räume der Münchner Kunstszene sind sie einer breiteren Öffentlichkeit oft weniger bekannt als die namhaften Museen und Galerie der Stadt. Insgesamt wurden 15 Offspace exemplarisch ausgewählt und erhalten hier eine Bühne, die die Diversität dieser Räume und ihrer unterschiedlichen Konzepte vermitteln. Das Ausstellungsdisplay wurde von Hanna Banholzer in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Simona De Fabritiis entwickelt.

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