FOTO: © Thomas Rabsch / Düsseldorfer Schauspielhaus

Maria Stuart

TAGESTIPP Theater

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Maria Stuart — von Friedrich Schiller — Schauspielhaus, Großes Haus

Selten rang Friedrich Schiller so leidenschaftlich um die Fragen, die ihn ein Leben lang umtrieben, wie in seinem Trauerspiel »Maria Stuart«, das zwei europäischen Herrscherinnen ein dichterisches Denkmal setzt: hier die protestantische, unverheiratete Königin Elisabeth I., unter deren kühl-reformorientierter Herrschaft England eine Phase der Prosperität erlebt, dort die extrovertierte Königin von Schottland Maria Stuart, glaubenstreue Katholikin, Anhängerin der alten, mittelalterlichen Ordnung und berüchtigt für ihren Männerverschleiß. Hinter der Gegensätzlichkeit der beiden historischen Persönlichkeiten erhebe n sich wie riesenhafte Schatten die Schiller’schen Gedanken, die Schiller’sche Philosophie: Wie lassen sich Recht und Gerechtigkeit angesichts der Widersprüchlichkeit des Menschen durchsetzen? Wie ist es um die Freiheit des Einzelnen bestellt? Was ist politische Macht und wo endet sie? Und schließlich: In welchem Staat wollen wir leben?

Am Düsseldorfer Schauspielhaus setzt Regisseurin Laura Linnenbaum, die bereits für »Der zerbrochne Krug« verantwortlich zeichnete, diesen berühmtesten aller Königinnenkonflikte in Szene – als Politthriller, als historische Überhöhung und mit dem dringenden Anliegen, herauszupräparieren, was weibliche Macht und Herrschaft in einem patriarchalen System vermögen. Mit den Schauspielerinnen Minna Wündrich als Elisabeth und Judith Bohle als Maria Stuart.

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