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Konzert

Konzert & Musik Klassik

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Dmitri Schostakowitsch und Olivier Messiaen erlebten den Zweiten Weltkrieg als persönliche und humanitäre Katastrophe, auf die sie musikalisch höchst individuell reagierten. Vier renommierte Solist*innen führen zwei Werke der beiden im Rahmen Schostakowitsch-Hommage zusammen. Messiaens „Quatuor pour la fin du temps“ schöpft aus dessen tiefer katholischer Spiritualität und Motiven der biblischen Apokalypse. Den dritten Satz bildet ein Klarinettensolo, das zum ersten Mal im Juni 1940 auf einem Acker bei Nancy erklang, wo tausende französischer Soldaten, darunter auch der ausführende Klarinettist und der Komponist Olivier Messiaen, gefangengehalten wurden. Das gesamte Werk wurde im Januar 1941 in einem Gefangenenlager bei Görlitz uraufgeführt, wohin die beiden und weitere Musiker transportiert wurden. Schostakowitsch verlor während der Kriegsjahre viele Freunde. Besonders quälte ihn der Verlust von Iwan Sollertinski, der 1944 überraschend mit 41 Jahren starb. Im Klaviertrio Nr. 2 aus demselben Jahr setzt er dem weiten Geist und der ablehnenden Haltung des Musikwissenschaftlers gegenüber der herrschenden Unterdrückung kultureller Individualität durch das Regime ein beeindruckendes Denkmal.

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