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Klub Katarakt 2022 - Festivaltag 3 + Nachtkonzert: Gustavo Costa, The Interstring Project, Lisa Lammel & Desheng Chen

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Das sagt der/die Veranstalter:in:

Der dritte Tag wird eröffnet mit einem Solo-Konzert des portugiesischen Perkussionisten Gustavo Costa. Costa wird von einer ständigen Erforschung der Grenzen des Hörens geleitet. Als Schlagzeuger, Instrumentenbauer, Lehrer und Gründer des Kollektivs Sonoscopia in Porto ist er ein wichtiger Impulsgeber der zeitgenössischen Musik und Klangkunst in Portugal. Bei klub katarakt wird er sein erstes Solo-Album Entropies and Mimetic Patterns zum ersten Mal in Hamburg vorstellen.

Im Hauptkonzert tritt The Interstring Project auf, ein fünfköpfiges Ensemble im Graubereich zwischen Neuer Musik, progressivem Rock und Elektronik – zum ersten Mal in Hamburg. In ihren Konzerten kombinieren die Ensemblemitglieder akustische und elektrische Gitarren mit Objekten, Präparationen, Effektgeräten und Live-Elektronik. Ziel des Ensembles ist es, mit dem popkulturell stark konnotierten Instrument (E-)Gitarre ein junges Publikum und auch Fans anderer Musikrichtungen für experimentelle Musik zu begeistern.

In ihrem neuen multimedialen Konzert inter/face präsentieren die fünf Gitarristen verschiedene dem Ensemble gewidmete Stücke. Das Programm ist eine musikalische Reflexion über das „Interface“ als technisches und philosophisches Konzept, die Suche nach der Schnittstelle zwischen Einheiten, die unterschiedliche Sprachen sprechen, und der Versuch sie einander anzunähern: Mensch und Computer, Interpret*in und Komponist*in, Künstler*in und Publikum. Aufgeführt werden Werke von Hunjoo Jung, Sarah Nemtsov und Francisco Uberto. Ein ganzheitliches Licht- und Live-Visuals-Konzept des deutschen Künstlers Cornelius Reitmayr verbindet die einzelnen Stücke visuell und erzeugt ein immersives und dynamisches Konzerterlebnis.

Im Nachtkonzert spielen Lisa Lammel und Desheng Chen die letzte vollendete Komposition des italienischen Komponisten Luigi Nono (1924 – 1990): „Hay que caminar“ soñando für zwei Violinen (1989). Zentrales Thema dieser Komposition ist das Wandern. Den Titel entnahm Nono einer Inschrift, die er an einer Klostermauer in Toledo entdeckte: „Caminante no hay caminos hay que caminar“ („Wanderer, es gibt keine Wege, es gibt nur das Wandern“). Nono fügte noch das Wort „träumend“ hinzu. In dieser Komposition sind die beiden Instrumentalist*innen aufgefordert, das Stück von verschiedenen Stellen im Raum aus zu spielen. Sie wandern – oder traumwandeln gewissermaßen – durch den Raum.

Location

Kampnagel
Jarrestraße 20
22303 Hamburg

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