Jean-Michel Blais

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Jean-Michel Blais ist ein Pianist-Komponist-Performer mit Sitz in Montreal.

Aufgewachsen im ländlichen Quebec, begann Blais erst im Alter von 9 Jahren an der Familienorgel zu spielen, bevor er zu komponieren begann und dann Klavierunterricht nahm. Er spielte gerne bei Messen, Hochzeiten und Beerdigungen. Begabt mit natürlichem Talent trat er in das Conservatoire de Musique de Trois-Rivières ein, wo er sich als klassischer Pianist ausbilden ließ. Die Zwänge störten ihn und er begann, sich für Improvisation und Experimente zu interessieren. Er verließ daher die Institution um zu reisen und sich neuen Eindrücken zu öffnen. Die Musik ließ er dabei für ein paar Jahre zurück.

Er arbeitete zunächst als Freiwilliger in einem Waisenhaus in Guatemala, bevor er mehrmals Europa besuchte. In seiner Heimat absolvierte er einen Sonderschulabschluss, der es ihm ermöglichte, fünf Jahre lang mit benachteiligten Familien und Einwandererfamilien in Montreal zu arbeiten. Um seine akademische Karriere fortzusetzen, begann er ein Grundstudium in Geisteswissenschaften (Liberal Arts) und Psychologie, das er in Buenos Aires abschloss. Währenddessen entdeckte er den alten Kontinent weiter und zog spontan nach Berlin, wo er der elektronischen Szene verfiel. Seit 2010 in Montreal lebend, entdeckte er seine Leidenschaft für das Komponieren und Performen wieder.

Von dem in Toronto ansässigen Label Arts & Crafts bemerkt, veröffentlichte Blais sein Debüt-Opus, Il, das nach zwei Jahren täglicher Improvisation geschrieben und mit einem Zoom H4n in seiner Wohnung in der Mile-End aufgenommen wurde. Das Album rangiert im Time Magazine unter den Top 10 der besten Alben, wo es heißt: seine Musik atmet, lädt ein, sich einen Moment Zeit zu nehmen und zu erkennen, dass es auf der Welt noch viel Schönheit gibt. Das Album sammelte weltweit mehr als 50 Millionen Plays, belegte in den klassischen Billboards (Kanada) vierzehnmal Platz eins und erschien in der langen Liste des Polaris Music Prize.

2017 trat er in Zusammenarbeit mit dem Grammy-nominierten Elektronikproduzenten CFCF an der Red Bull Music Academy auf. Dieses Konzert brachte Cascades hervor, eine gemeinsame EP, die besonders begeisterte Kritiken von der BBC (Radio 6) und Pitchfork erhielt, für die Klavier und Elektronik zu erhabener Wirkung synchronisiert wurden.

Nach einer Europa- und Nordamerika-Tour veröffentlichte Blais 2018 sein zweites Album, Dans ma main. Dabei ließ er sich von Ambient- und New-Age-Musik inspirieren, die ihm seine Eltern als Kind vorspielten, um seine Symptome zu lindern - er leided am Tourett-Syndrom. Das Ergebnis war ein Album mit einem Hauch von Minimalismus, Samples und Elektronik. Diesmal schaffte die Scheibe einen Platz in der Shortlist des Polaris Music Prize, erhielt die Libera Awards für das beste klassische Album und wurde von Exclaim! als weiteres intimes Meisterwerk gefeiert. Zwei verwandte EPs folgten mit kompilierten Versionen, manchmal reduziert, Eviction Sessions, manchmal revisited, Dans ma main (remixes).

2019 unterschrieb er für den internationalen Musikmarkt beim Londoner Plattenlabel Mercury KX (Universal / Decca) und brachte mit Matthias & Maxime den Soundtrack des gleichnamigen Films unter der Regie von Xavier Dolan auf den Markt. Von der Kritik gefeiert, erhielt Blais eine ehrenvolle Goldene Schallplatte des Cannes Soundtrack Award für sein Werk von bemerkenswerter Qualität sowie die Iris für die beste Originalmusik (Gala Québec Cinema).

Im September 2021 enthüllte Blais murmures, ein neues Stück aus seinem kommenden Album mit dem Titel aubades. Zum ersten Mal schrieb er für Kammerorchester und behauptete sich damit als aufstrebender Komponist.

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