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Hypothetic Bodies

Theater

Das sagt der/die Veranstalter:in:

In modernen Funktionssystemen wie wirtschaftlichen, politischen, aber auch privaten Systemen, in denen sich Menschen im 21. Jahrhundert bewegen, sollen sie möglichst reflektiert, schnell und effektiv handeln. Der zeitgenössische Körper ist einem spezifischen Zeitregime der Beschleunigung unterworfen: ruhelos, seziert und hyperaktiv. Hypothetic Bodies bricht mit dieser Doktrin und erkundet den Zustand der Kontemplation als aktive Geste des Hinterfragens. Dabei erforscht die Performance Körper, Sound und Materialitäten, die sich in einem Vakuum zwischen Aktion und Stillstand treffen. In diesem extremen Zustand entwickeln diese Körper einen eigenen, verzerrten Rhythmus, ein Miteinander und eine Zeitlichkeit, die immer eine Form von Potentialität beinhalten. Aufgrund der pandemischen Maßnahmen entstand in Zusammenarbeit mit der Filmemacherin Svenja Simone Schulte eine Filmversion von Hypothetic Bodies. Der herangezoomte Kamerablick erlaubt es, das choreografische Material auf eine andere Art zu erkunden. Eine filmische Dramaturgie der Entschleunigung, die dem Körper genau folgt, evoziert verschiedene körperliche Zeitlichkeiten. Durch den spezifischen Schnitt löst sich der Körper in verschiedene Teile auf und der Raum, in dem er sich bewegt verbleibt unidentifizierbar - eine Landschaft, die verschiedene Körper und Zeitlichkeiten erscheinen lässt.

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