FOTO: © Mona Blanchet

HOPE HUNT AND THE ASCENSION INTO LAZARUS: Oona Doherty @URBÄNG!

TAGESTIPP Feste & Festival

Das sagt der/die Veranstalter:in:

FEMALE GAZE?! Eine queer-feministische Zusammenkunft
Was macht den weiblichen Blick aus? Können Augen gendern? Und gibt es einen geschlechtsspezifischen Blick überhaupt? #metoo und viele darauffolgende Diskussionen haben uns die Augen geöffnet. Aber was wird sichtbar und warum? Das Konstrukt Sexualität, Sex, Geschlecht und Selbstdefinition ist ein dominierendes System und wir sollten ihm uns widmen. Als Jonglage mit Perspektiven. Als Einladung zum Abgleich. Als Anstoß für ein grundsätzliches Aufräumen mit festgefahrenen Sichtweisen. URBÄNG! lädt KünstlerInnen, jedweden Geschlechts ein, Einsichten, Aussichten und Absichten feministischer Kunst zu zeigen oder zu verstecken.

19 – 20 Uhr: Oona Doherty: HOPE HUNT AND THE ASCENSION INTO LAZARUS

Tanzperformance, DJ-Set (60 Min.)

Ein altes Auto fährt vor, schwere clubby Beats drönen durch die Straßen der Stadt: Die nordirische Choreografin Oona Doherty seziert in ‚Hope Hunt‘ den maskulinen Kern der Arbeiterklasse von Belfast. In einem intensiven Solo konfrontiert sie uns mit männlichen Stereotypen und einem Körper, der gelenkt scheint von Erwartungen, Moralvorstellungen, sozialen und kulturellen Normen. Zwischen der Behauptung roher Männlichkeit und tiefer Verletzlichkeit geht sie den Brüchen innerhalb dieser Einschreibungen auf die Spur. Mit scharfer Körpersprache entwirft die Tänzerin Sati dabei ein komplexes Portrait von Klasse und Geschlecht.

Choreografie: Oona Doherty / Performer: Sati Veyrunes / Fahrer/DJ: Luca Truffarelli / Licht: John Gunning / Agentin/Produktion: Gabrielle Veyssiere

SUPPORTED BY Dance Resource Base, Art Council of Northern Ireland, The MAC Theatre – Belfast, Cathedral Quarter Arts Festival, Bristish Council, Prime Cuts Production. Selected for a European tour by Aerowaves in 2017.

 

20 – 21 Uhr: Diskussion

Cool oder billig, angeeignet oder angepasst? Fortbewegungsmittel, Musikstil oder Kleidung transportieren genauso wie Sprache oder geschlechtsspezifische Codes ein Gefühl der Zugehörigkeit, dienen aber auch der Ab- und Ausgrenzung. Ausschlüsse, Normen und Hierarchien aufgrund nicht benannter Privilegien durchziehen nach wie vor auch weiße feministische Denk- und Lebensräume. Noch immer werden durch Armut, Herkunft oder Geschlecht von Mehrfachdiskriminierung Betroffene seltener gehört, auf Zuschreibungen reduziert und nicht als komplexe Personen wahrgenommen. Wie können Sprache, Gesten und das Auftreten an sich befragt werden, um Stereotype, Zwänge und Vorurteile aufzubrechen?

Gemeinsam mit den Künstler:innen des Abends und Gästen sprechen wir im Anschluss an „Hope Hunt“ über Klasse und Männlichkeit, über Erwartungen und Sehnsüchte und darüber, wie wir uns zeigen – und für welchen Blick.

Kuratiert in Zusammenarbeit mit und moderiert von Maja Zimmermann.

Location

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