FOTO: © Ausstellungsansicht des im Kuppelraum befindlichen Moduls „Turfan Sammlung Zentralasien“ des Museums für Asiatische Kunst (c) Staatliche Museen zu Berlin / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Foto: Alexander Schippel

Ethnologisches Museum und Museum für Asiatische Kunst - Neu kuratiert, mitten in Berlin

Ausstellung Opening

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Kunstvolle Schnitzereien aus Ozeanien, ein Japanisches Teehaus oder Klänge der Welt: Die Ausstellungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Humboldt Forum ermöglichen verschiedene Blicke auf vergangene und gegenwärtige Kulturen Afrikas, Amerikas, Asiens und Ozeaniens. Rund 20.000 archäologische, ethnologische und kunstgeschichtliche Exponate erzählen von unterschiedlichen Perspektiven auf universale Menschheitsthemen.

Mediale Inszenierungen als Einstieg in die Ausstellungen, Schaumagazine, Flächen für kulturelle Bildung, von internationalen Architekt*innen gestaltete Räume und zeitgenössische Kunst stellen Fragen zur Geschichte der Objekte und verorten die Sammlungen in unserer heutigen Welt. Ab September sind erste Ausstellungsbereiche zu sehen, ab Sommer 2022 sind die Museen vollständig erlebbar.

West-Afrika

Holzfiguren und Masken aus Kamerun, Elfenbeinobjekte und traditionelle Kleidung aus Namibia gehören zu den bekanntesten historischen Werken aus Afrika in Berlin. Viele Objekte verließen den afrikanischen Kontinent als Folge kolonialer Herrschaft. In der Präsentation werden daher drängende Fragen aufgeworfen: nach den Gesellschaften, aus denen die Objekte stammen, nach ihren Sammlungsbedingungen, nach der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Kolonialismus und dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart.

Ozeanien

In der Weite des Pazifiks erscheinen die Inseln Ozeaniens klein und isoliert. Für die lokale Bevölkerung aber war das Meer nie trennend, sondern ein verbundener Lebensraum. Bis heute ist es für viele Teil ihrer Identität. Von ihren herausragenden Navigations- und Baukünsten zeugen die Boote im Humboldt Forum.

Asien

Von chinesischer Hofkunst in einem von Pritzker-Preisträger Architekten Wang Shu gestalteten Thronsaal zu Rekonstruktionen von 1.500 Jahre alten buddhistischen Höhlentempeln: Zeitgenössische Architektur trifft auf jahrtausendealte Meisterwerke. Spüren Sie der Faszination religiöser Rituale um die Götterwelten Indiens nach oder lernen Sie die einzigartige Keramiktradition Koreas und die Vielfalt indischer Miniaturmalereien kennen. Im Teehaus erleben Sie eine japanische Teezusammenkunft.

Schaumagazine

Mit einer Vielzahl von Objekten verdeutlichen die Schaumagazine eine über hundertjährige Sammlungsgeschichte: Erfahren Sie, wie und warum Objekte erworben wurden, welche Vorstellungen von Gesellschaften dabei zutage traten und wie die Werke als Kulturobjekte, Kunst und historische Zeugnisse neu interpretiert wurden.

Klänge der Welt

Warum und wann machen Menschen Musik? Was ist eigentlich Musik und wie wird sie gelernt und gelehrt? „Klänge der Welt“ geht der universalen Sprache der Menschheit auf den Grund – mit dreidimensionalen Klanginstallationen im Hörraum, Phonogramm-Archiv und Instrumenten aus aller Welt.

Kooperationen

Die Staatlichen Museen zu Berlin setzen sich mit dem Erbe des Kolonialismus kritisch auseinander. Seit Jahrzehnten gehört die Zusammenarbeit mit den sogenannten Herkunftsgesellschaften sowie Partner*innen aus allen Weltregionen zum Arbeitsalltag der Museen. Ihr Wissen ermöglicht eine Aufarbeitung und Präsentation aus unterschiedlichen Perspektiven und einen differenzierten Umgang mit den Objekten.  Mehr erfahren

Familienflächen

Hands-on-Stationen, ein eigens angefertigtes Boot zum Beklettern und Beforschen im Bereich Ozeanien, speziell für Kinder und Jugendliche konzipierte Medienstationen zu Alltagsrassismus oder Computerspiele zur Kolonialgeschichte im Bereich Afrika: Die Familienflächen ermöglichen jungen Besucher*innen einen eigenen Zugang zu den Objekten und ihren Geschichten.

Ansichtssache(n)

Wie blicken Gesellschaften in Kamerun, Namibia und Ozeanien auf Europa und wie ist der europäische Blick auf die Geschichte und Geschichten dieser Kulturen? Unterschiedliche Perspektiven sind das Thema einer der ersten temporären Ausstellungen im 2. und 3. Obergeschoss. Installationen aus Fotos, Videos und Interviews brechen die musealen Präsentationsformen und regen an, gewohnte Betrachtungsweisen zu hinterfragen.

Ab Sommer 2022

Was jetzt noch nicht offen ist, kann ab Sommer 2022 besucht werden. Freuen Sie sich auf Bauwerke aus Ozeanien, die Cotzumalhuapa-Stelen aus Mesoamerika und vieles mehr im Ostflügel der 2. und 3. Etage.

Location

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