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CINEMA+CONTEXT - Gespräch zu Shakedown und queeren sexpositiven safe spaces

Theater

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Die Veranstaltungsreihe CINEMA+CONTEXT zeigt alle sechs bis acht Wochen Filme im großen Saal mit Fokus auf intersektionalen Feminismus sowie dekoloniale und transnationale Perspektiven rassifizierter Personen. Anschließend an die Filmvorführung findet im Roten Salon der Volksbühne der CONTEXT-Part statt: Unsere Gäst:innen diskutieren und überprüfen die Filme auf eigene Lebensrealitäten.Als Diskussionsgrundlage für den CONTEXT-Teil beziehen wir uns auf eine Studie von LeSMigraS zu Rassismus in queeren Communities und den Hintergrundbericht von Beatrice Cobbinah:„LSBTI mit Migrationsgeschichte und Schwarze LSBTI stellen eine besonders verletzliche Gruppe innerhalb der Communities dar und befinden sich in einem permanenten Spannungsfeld zwischen Diskriminierung und Widerstand. Es gibt nur wenige Orte für sie, denn weder in heteronormativ geprägten Communities of Color noch in weiß-dominierten LGBT*-Gruppen können sie sich vor Diskriminierung sicher fühlen.[…] Eine Gemeinschaft oder Bewegung zu finden, die ihre vollständige Identität umfasst, ist daher oftmals nur schwer möglich. […] 38,6% der Befragten [der LeSMigraS Studie] meiden Orte aufgrund rassistischer Diskriminierungen, die nicht ausdrücklich antirassistisch sind. […]Ein weiteres Hindernis für rassismuserfahrene LSBTI, geschützte Räume in Anspruch nehmen zu können, ist die Tatsache, dass es queere, nicht-weiße Räume häufig nur in größeren Städten gibt. Aufgrund fehlender Partizipation und Repräsentation, subtiler Ausschlussmechanismen und fehlender sozialer Rückzugsräume ziehen sich Betroffene oftmals in sogenannte Einzelzellen zurück.Es ist äußerst bedenklich, dass gerade sozial verletzliche Gruppen keinen Schutz in öffentlichen Räumen erfahren. Das führt insbesondere dazu, dass der Wunsch nach Teilhabe und Partizipation aufgrund der massiven Mehrfachdiskriminierungserfahrungen gelöscht wird. Damit sich Menschen mit Mehrfachdiskriminierungserfahrungen offen austauschen können, bedarf es geschützter Räume, insbesondere in ländlichen Gegenden und Kleinstädten.“*Gemeinsam mit unseren Gäst:innen werden wir über die Voraussetzungen und Hindernisse solcher queeren sexpositiven Safe Spaces, der daraus für die Communities entstehenden Support-Strukturen und über lesbische Sichtbarkeiten sprechen.*Auszug aus: https://rassismusbericht.de/wp-content/uploads/Rassismus-gegen-LSBTQI-of-Color.pdf S.15„Rückzugsräume für rassismuserfahrene LSBTI“ von 2015, von Beatrice Cobbinah Juristin, (ehemalige) Mitarbeiterin bei LesMigraS / Lesbenberatung Berlin e.V., Autorin des Hintergrundberichts zu LGBTI und Rassismus

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