FOTO: © Monika Rittershaus

Ariadne auf Naxos

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Kaum eine Oper erzählt mehr über Fragen des (sich) Treubleibens in Kunst und Liebe als »Ariadne auf Naxos«: Sollte man an Liebgewonnenem bedingungslos festhalten, oder aber offen bleiben, um sich Neuem zuzuwenden? Die Oper eines jungen Komponisten steht kurz vor der Erstaufführung, als er von einigen kurzfristigen Änderungswünschen seines Auftraggebers, eines reichen Kunstbanausen, erfährt. Seine heroische Oper rund um die aus Liebeskummer selbstmordgefährdete Ariadne und das Stück einer Komödiantentruppe sollen gleichzeitig aufgeführt werden. Die auf Wunsch des Auftraggebers (und gegen den Willen des Komponisten) in die Ariadne-Oper eingefügten Auftritte der leichtlebigen Zerbinetta und ihrer Verehrer führt zu einer »Gegenüberstellung der Frau, die nur einmal liebt, und der, die viele Male sich gibt«, so Richard Strauss’ kongenialer Librettist Hugo von Hofmannsthal. So werden hier in den typisierten Opernfiguren auf teils humorvoll-augenzwinkernde, teils auch ernste Weise zwei Liebes- und Lebensmodelle miteinander konfrontiert. Zugleich aber stellt das Werk auch eine künstlerische Reflektion der Frage nach dem Miteinander von komödiantischen und dramatischen Elementen in der Oper dar und entführt den Zuschauer mitten in das turbulente Geschehen hinter den Kulissen einer fiktiven Opern-Erstaufführung.

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