FOTO: © Jule Sievert

Karagörlz

Theater

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Wir befinden uns im Jahr 2621. Die Menschen haben die Erde längst verlassen. Auf dem neuen Planeten soll alles effizienter, minimalistischer und sowieso besser werden. Good vibes only! Es steht nur eine Entscheidung aus: Was nehmen wir mit, was lassen wir zurück? Denn der Speicherplatz ist begrenzt, die Ressourcen ebenfalls. Es tagt der letzte Kongress zur Entscheidung über die Löschung oder Erhaltung des performativen immateriellen Kulturerbes über eine der größten Kult-Bewegungen überhaupt: KARAGÖRLZ.   Aber wer waren sie? Die Daten über ihre Entstehung gibt es nicht mehr. Man erzählt sich, dass es im Frühling während des Covid-Lockdowns begonnen haben muss. Über die Jahrhunderte hinweg ebbte der Kult ab und lebte wieder auf – mal als Computerspiel, mal als Sprichwort. Karagörlen wir nicht alle von Zeit zu Zeit?   Karagörlz: Leaving Earth But Holding On to Humanity entwirft eine Komik-Tradition und geht gleichzeitig der Frage nach, ob wir nicht längst jenseits des Zeitalters der Traditionen sind. Wie sähe überhaupt eine Tradition aus, die uns in 600 Jahren etwas über unsere Zeit erzählt? An diesem Abend im Jahr 2621 werden 40 Vertreter*innen der Menschheit noch einmal auf die Erde eingeladen, um darüber abzustimmen. Die eigens für diesen Anlass entwickelte PRESENT–I–I–I wird durch den Abend führen.

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