SHORTS: VIEWS ON MIGRATION

TAGESTIPP Film

Das sagt der/die Veranstalter:in:

ACROSS THE HORN
Regie: Oualid Khelifi; Algerien/Djibouti/Äthiopien 2019; OF frz./arab. m. dt. UT; 20 min.

AHLOU AL-KAHF (COMPANIONS OF THE CAV)
Regie: Fakhri al-Ghazel; Tunesien 2019; OF arab. m. dt. UT; 18 min.

LUNTANGO (STRANGER)
Regie: Mohammed Jadama/Vanessa Macedo; Gambia/Deutschland 2019; OF engl./mandinka m. dt. UT; 17 min.

EXILÉES (EXILED)
Regie: Ager Oueslati; Algerien/Tunesien 2019; OF engl./frz. m. dt. UT; 14 min.

2019 lud die Rosa-Luxemburg-Stiftung Tunis in Kooperation mit Büros der Stiftung in Dakar, Dar-es-Salaam und Johannesburg zehn Filmemacher*innen aus verschiedenen afrikanischen Ländern dazu ein, sich unter dem Titel „10 views on migration“ in Kurzfilmen mit dem Thema Migration aus der Perspektive des Südens auseinanderzusetzen. Die Regisseurin Ager Oueslati und die Koordinatorin Hildegard Kiel von der Rosa-Luxemburg-Stiftung stellen vier der Projekt-Filme vor. (Gesamtlänge: 69 min.)

Zu den traditionellen Handelswegen auf dem afrikanischen Kontinent gehört die Verbindung von Ostafrika zur Arabischen Halbinsel quer durch das Horn von Afrika – ACROSS THE HORN. Demselben Weg folgen seit den 1990er-Jahren Migrant*innen aus Äthiopien und Djibouti in zunehmender Zahl. Der Film zeigt, auf welche Infrastruktur und Hürden Geflüchtete entlang dieser wenig bekannten Migrationsroute stoßen. 

In AHLOU AL-KAHF erinnern die Rapper Jojo M und Galâa wie in einem offenen Brief an die Geschichte von Auswanderern aus der tunesischen Bergbauregion Redeyef in französische Städte wie Nantes. Mit einer Super-8-Kamera aufgezeichnete Schwarz-Weiß-Bilder liefern die passende, historisch anmutende Illustration dazu.

LUNTANGO bedeutet „Fremder“ und als ein solcher fühlt sich Muhammed, der aus der Region Senegambia stammt und seit 10 Jahren in Deutschland lebt, egal wo er sich gerade aufhält: Bei seiner Familie und seinen Freunden in Westafrika gilt er als Europäer, in Deutschland wird er gefragt, wann er nach Hause zurückkehrt. Mit fotografischen Mitteln versucht der Aktivist auszudrücken, was es heutzutage bedeutet, Schwarz, auf der Flucht und Migrant zu sein.

Wie Exilierte (EXILÉES), Ausgestoßene, fühlen sich Frauen, die aus Ländern südlich der Sahara in Richtung Libyen und Europa aufgebrochen und in der Wüstenstadt Agadez im Niger gestrandet sind. Der Film ist Priska gewidmet, einer Geflüchteten, die es bis zur nordafrikanischen Küste geschafft hatte, aber bei der Bootsfahrt über das Mittelmeer ertrunken ist.
In Anwesenheit von Ager Oueslati und Hildegard Kiel

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e. V. (DOMiD)

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