FOTO: © Joachim Gern

Der Weg des T-Shirts

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Textilindustrie oder Höllenmaschine? 110 Millionen Kleidungsstücke werden in Deutschland jährlich zurückgeschickt. Fast 50% davon landen direkt im Müll. 40.000 Tonnen Alttextilien werden pro Jahr in Berlin verbrannt. Bisherige Abnehmerländer wie Bulgarien haben längst kein Interesse mehr an dieser„Second-Neuware“. Und dies ist nur der Wahnsinn nach dem Kauf; den Weg der Rohstoffe und Produktion davor mal ganz beiseite gelassen ...   In turbulenten Szenen wird die globale Modeindustrie gnadenlos verdichtet auf den absurden Plot, der ihr innewohnt: Eine Frau schickt einen Mann von der „Baumwollplantage in Virginia“ über Billiglohnländer wie Taiwan und Bangladesh bis zum Fast- Fashion-Shop aufm Alex. Losloslos! Zeit ist Geld! Der Mann namens „T-Shirt“ endet erwartungsgemäß als Retoure. Er will das nicht hinnehmen und bittet die Passanten um Hilfe und um eine zweite Chance. Ein hysterischer Streit der beiden als choreografierter Pas-de-deux entzündet sich…   Das Straßentheater im ökologisch und materialbewusst gedachten zukünftigen Molkenmarkt/Klosterviertel macht die „Handelsketten“ der Textilindustrie erfahrbar. Wir brauchen dringend andere Formen der Ökonomie; und beim völlig außer Rand und Band geratenen Textilhandel ließe sich beginnen.  

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