Jan Voss & Bernar Venet

TAGESTIPP Ausstellung Art

Das sagt der Veranstaltende:

JAN VOSS im Dialog mit BERNAR VENET Jan Voss, ohne Titel, Collage 2020 Das Format der Doppelausstellung führt die Galerie Boisserée ab Juni mit der Ausstellung „JAN VOSS im Dialog mit BERNAR VENET“ fort. Die Werke beider Künstler waren in der Galerie bereits in einigen Einzelausstellungen zu sehen. Die kommende Ausstellung setzt ihre Graphiken, Gemälde, Collagen und Skulpturen erstmals in Beziehung zueinander. Wenn auch nicht sofort, so lassen sich doch Berührungspunkte zwischen den farbigen, wie zufällig arrangiert wirkenden Bildern von Jan Voss und den reduzierten Skulpturen und Graphiken von Bernar Venet ausmachen. Jan Voss’ Gemälde und Collagen sind von Spontaneität geprägt, sind überbordend farbig oder zarte Liniengebilde auf weißem Malgrund. Seine Arbeiten sind voll von dicht gedrängten kleinen Motiven, Formen und Farbflächen, die der Künstler direkt und ohne Vorzeichnung auf die Leinwand bringt. Trotz aller Direktheit im Entstehungsprozess und trotz der oft hohen Komplexität, bleiben diese malerischen Konstrukte im Gleichgewicht und sind fein ausbalanciert. Dem Betrachter obliegt es, in diese bunten Welten einzutauchen und die Phantasie des Malers zu seiner eigenen werden zu lassen. Alsbald finden sich Figuren, Gesichter, Körperteile, Tiere und allerlei abstrakte Konstrukte, die mit einander agieren, kämpfen oder friedlich koexistieren. Während die zarten, weißgrundierten Gemälde flächig sind und leise an Comiczeichnungen erinnern, haben die stark farbigen Bilder eine haptische Komponente. Einzelne Farbflächen oder Rasterelemente scheinen physisch aus den Bildern herauszutreten. Diese Anmutung führt Voss in logischer Konsequenz in seinen Papiercollagen weiter. Die bemalten Papiere oder Kartons wellen und biegen sich und zeigen eine kraftvolle Bilddynamik, was sich in den großen Holzcollagen fortsetzt. So vehement die Arbeiten von Jan Voss auch auftreten, so sind sie doch allesamt geprägt vom virtuosen und ewigen Zusammenspiel aus Chaos und Ordnung, Werden und Vergehen. Auf ebenso grundlegenden Phänomenen basiert das Werk des französischen Künstlers Bernar Venet. Bewegung in Zeit und Raum sowie geometrische Grundsätze bestimmen sein Schaffen. Im Zentrum seines Werkes steht die Linie. Gleichzeitig verbindend wie auch weiterführend ist sie ein elementares geometrisches Objekt. Venet integriert die Aspekte des Zufalls und der Unbestimmtheit in sein Werk. So entstehen aus einer eigentlich strengen Formensprache Bildräume und Skulpturen aus nur einem einzigen Motiv, der Linie. In den graphischen Arbeiten kann der Betrachter die kraftvolle und dynamische Auseinandersetzung erspüren, die der Bildhauer Venet in der Bearbeitung seines Materials durchlebt.

Die gemeinsamen Grundelemente, die Jan Voss und Bernar Venet zu ihren ganz unterschiedlichen Werken inspirieren, lassen sich in der Ausstellung mit Begeisterung nachvollziehen.

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