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Orpheus in der Unterwelt

Musiktheater, Oper

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Jan Windszus Photography

Tue 29.06.2021 19:30 + 6 dates
Komische Oper Berlin, Berlin
12,00 € - 94,00 €

Schamlos, witzig und frivol! In Barrie Koskys bei den Salzburger Festspielen 2019 frenetisch gefeierter Inszenierung – der ersten Offenbach-Operette der fast 100-jährigen Festspielgeschichte überhaupt – trifft pralle Mythentravestie auf ein spielfreudiges Ensemble der Spitzenklasse. Angeführt vom unnachahmlichen Max Hopp als John Styx, der jeder Figur auf der Bühne seine Sprechstimme leiht, tauchen u. a. Sydney Mancasola als Eurydike, Wolfgang Ablinger-Sperrhacke als Pluto und Günter Papendell als Jupiter in eine knallbunte, burschikose, höllische Unterwelt hinab. Die Ausgangssituation stellt sich bei Offenbach im Vergleich zum Mythos »geringfügig« anders dar: Eurydike, die zentrale Figur, hasst die durch ihren Gemahl personifizierte Musik. Und Orpheus selbst ist nicht mehr als ein kleiner, fader Musiklehrer aus Theben; Aristaeus, der göttliche Verführer, ist ein schauspielernder Honighändler, und Jupiter, der »Vater der Götter«, ein geiler Bock, unablässig auf der Pirsch. Der geheimnisumwitterte John Styx erzählt die Geschichte vom verzopften Orpheus und seiner genervten Eurydike, von Göttinnen und Göttern auf der Suche nach Zerstreuung, angeödet vom Alltag im Olymp. Brennend vor Neugier auf die schöne Entführte und den Wettstreit zwischen Jupiter und Pluto um die Gunst der Eurydike, begibt sich die illustre Gesellschaft auf einen Höllenritt in die Unterwelt, der im wohl bekanntesten Cancan der Musikgeschichte gipfelt. Und Eurydike? – sie macht schließlich allen einen Strich durch die Rechnung … Regisseur Barrie Kosky entfacht gemeinsam mit Otto Pichlers sinnlich-absurder Choreographie, Rufus Didwiszus’ wandelbaren Bühnenräumen und Victoria Behrs »pariserisch« angehauchten Kostümen Offenbachs »Feuer der Respektlosigkeit« (Émile Zola) von Neuem. »Max Hopp als synchronsprechender John Styx ist eine hervorragende Besetzung – genauso wunderbar eigenartig wie die Produktion selbst.« [The New York Times] Libretto von Hector Crémieux und Ludovic Halévy

Im Header: Max Hopp | Foto: Jan Windszus Photography, 3D Art: Sven Windszus

Gefördert von


Source: Berlin Bühnen

Komische Oper Berlin

Program

Behrenstr. 55-57, 10117 Berlin

(030) 47 99 74 00

www.komische-oper-berlin.de

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