FOTO: © Svenja Kuhr

Die unmögliche Vertreibung des Herrn B.

TAGESTIPP Literatur & Diskurs

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Die Suche nach Herrn B. geht weiter… Wir haben eine Audiowalk-Variante des Hör- und Sehspaziergangs erarbeitet, die ab dem 10.05. online verfügbar sein wird.  Diese Fassung beinhaltet: Das Hörspiel des Herrn B als Audiowalk zum alleine oder in kleinen Gruppen begehen und den einleitenden Kurzfilm “7 Geschichten zum Aufbau Haus”, die zum Herunterladen angeboten werden. Bei Kauf einer Karte kommen Sie über Eventbrite in einen Bereich mit Links zum Film und zur neuen Fassung der Hörspiels und des Rundgangs. Fragen, Kritik und Anmerkungen bitten wir presse@tak-berlin.de zukommen zu lassen Das Vogelnest wurde zugemauert. Der Weltbürgersaal - geschlossen? Das Licht am Ende des Tunnels war der Todesschuss- oder? Aber Herr B - ja, der wohnt noch hier. Die haben das neue Haus um seine Schrankwand gebaut. Neben dem Haus bauen sie jetzt neuere Häuser. Das Überleben in Kreuzberg, über Leben im Aufbau, erzählt von Herrn B. Die multimediale Stadtraum-Performance “Die unmögliche Vertreibung des Herrn B.” beleuchtet gesellschaftliche Widersprüche aus Distanz und Nähe, Vertreibung und Widerstand unter dem lokalen Brennglas, verwickelt sie in ein Spiel, in dem eine grundsätzliche Berührung mit der so genannten „neuen Wirklichkeit“ möglich ist. Das tak Theater Aufbau Kreuzberg wird im September zum Portal: Das tak-Leitungskollektiv erkundet die fiktive Welt eines gewissen Herrn B, der sich schon lange seiner eigenen Vertreibung aus dem Heimatbezirk erwehrt, erzählerisch in fünf Stationen, die sich zwischen Audiowalk und Performance-Parcours bewegen: Im AUFBAU HAUS wirft France-Elena Damian in dokumentarischen Interviews mit den ansässigen Kreativen, Unternehmer*innen und ihren Nachbarn ein Schlaglicht auf das Spannungsfeld zwischen Kreativität und Verdrängung, Standortliebe und Gentrifizierung, Kiez und Kommerz am Moritzplatz. Wer sind die Menschen in der KREATIVWIRTSCHAFT, wovon träumen sie und wie schaffen sie es zu bleiben? Zwischen dem Untergrund der U-Bahn-Haltestelle Moritzplatz und dem des Fluchttunnels zwischen Sebastian- und Heinrich-Heine-Straße entwirft Lydia Ziemke (suite42) IM (DOPPELTEN) UNTERGRUND unter Mitwirkung eines Chores von (Zeit-)Zeug*innen verschiedene Versionen der Geschichte einer (gescheiterten) Flucht auf der Suche nach dem Exit aus „deutsch-deutschen Untergründen“. In ZWANGSRÄUMUNG führt Stefanie Aehnelt durch die Oranienstraße auf den alten Kirchhof von St. Jacobi. Sie thematisiert an einem lokalen Beispiel die Frage von Zusammenleben vs. Verdrängung. Es geht um nichtmenschliche Mitgeschöpfe in der Stadt – Vögel. Sie fordert in einer Live-Installation zwischen Aktivismus und Sinnlichkeit eine STADT FÜR ALLE. Im WELTBÜRGERSAAL des Geflüchtetenheims Stallschreiberstr. finden sich Zuschauer mitten in einer Konferenz aus gestreamten Audioaufnahmen wieder, in der über die Möglichkeiten eines Weltbürgerrechts debattiert wird. Eine Begegnung mit denen, die als „tatsächlich Vertriebene“ zumeist ungesehen unter uns leben. Im HÖRSPIEL DES HERRN B. verbindet kainkollektiv die verschiedenen Stationen und Geschichten. Der Moritzplatz wird zum Symptomschauplatz einer utopischen Fantasie: die heterogenen Stimmen, die ihn bevölkern, zu einem vielstimmigen und -sprachigen Chor der Nachbarschaft zu fügen und die Potentiale seines Widerstands hörbar und erlebbar werden zu lassen: Herr (Kreuz)B.(erg) bleibt, denn dieser Kiez ist kein Kaufhaus! Gefördert vom Fonds Soziokultur, Stiftung Kommunikationsaufbau und Theresia Zander Stiftung Von und mit: Stefanie Aehnelt, Herrn B., France-Elena Damian, kainkollektiv (Fabian Lettow, Mirjam Schmuck), Caram Kapp, Anna Koch, Moritz Pankok, suite42 (Öz Kaveller, Nils Lauterbach, Lydia Ziemke, u.w.), Svenja Kuhr, Alexandra Voaides, den Bewohnern des Gefllüchtetenheims Stallschreiberstr., dem “Chor der Nachbarschaft”, und vielen mehr

Hol dir jetzt die ASKHELMUT App!

Sei immer up-to-date mit den neuesten Veranstaltungen in Berlin!