TransInterQueerer Salon: Mari Günther

Digitales Event, Stream, Literatur & Diskurs, Diskussion, Gespräch ASK HELMUT

Volksbühne Berlin
Volksbühne Berlin

20.04.2021 19:00 Uhr
Volksbühne Berlin, Berlin

Diskurs In deutscher Sprache Selbstbestimmtheit in Genderfragen darf keine Einbahnstraße sein. Eine Trans* Person muss das Recht haben, ihre Transitionsentscheidung zu überdenken, um am Ende zu autonomen und legitimen Entschlüssen zu kommen. Die systemische Therapeutin Mari Günther plädiert entschieden für dieses Recht, bei dem es nicht darum geht, etwas zu bereuen oder zu etwas zurückzukehren. Gerade transfeindliche Kreise nutzen aber gerne jenes Neudenken von Gender für ihre ideologischen Zwecke. In der Community scheint indes die Akzeptanz zuzunehmen. Mari Günther, geb. 1970 in Berlin, arbeitet heute als systemische Therapeutin, die in zahlreichen Fachgremien ein gewichtiges Wort mitzureden hat, wenn es um trans* Belange im Gesundheitsbereich geht. Zu nennen wäre insbesondere ihre Funktion als Fachreferentin für Beratungsarbeit und Fortbildung im Bundesverband Trans* (BVT* e.V.).   Der TransInterQueere Salon beschäftigt sich mit trans*, inter* und anderen queeren Lebensweisen in Berlin. Im Austausch mit Gästen aus der Berliner Community werden Räume geöffnet und Einblicke in gelebte Vielfalt ermöglicht. Jeden Abend wird eine andere Persönlichkeit in den Grünen Salon eingeladen, die in besonderer Weise für die Sichtbarkeit von trans* und queer in unserer Gesellschaft steht und in verschiedensten beruflichen Feldern tätig ist. Mit ihr sprechen wir über Lebenserfahrungen, Wünsche und die Arbeit, die noch getan werden muss, damit TransInterQueer-Menschen endlich nicht mehr nur als „das Andere“ wahrgenommen werden, sondern als die Bereicherung, die sie sind. Der TransInterQueere Salon ist eine Kooperation zwischen TrIQ TransInterQueer e. V. und der Volksbühne Berlin. Die Reihe möchte dabei mehr sein als nur Plaudereien auf der sunny side of the street: ein Ausdruck für Gender-Politik und ein Plädoyer für eine gesellschaftliche Offenheit. Diverse Lebensweisen existieren keineswegs am Rand – wo Minderheiten gerne abgestellt oder vermutet werden –, sondern inmitten der Gesellschaft. Normalität heißt, jeder Mensch ist sein eigener Fall. TrIQ TransInterQueer e.V. ist in Berlin seit 2006 als soziales Zentrum und gemeinnütziger Verein in Politik, Kultur und Forschung aktiv und setzt sich für trans*, inter* und queer lebende Menschen in Berlin und darüber hinaus ein. Angeboten werden psychosoziale und rechtliche Beratungen sowie Fort- und Weiterbildungen, das Transgender-Radio, Räume für weitere Gruppenangebote und eine Bibliothek. Kooperation der Volksbühne Berlin mit dem TrIQ TransInterQueer e. V. Kuratorin: Elodie Evers


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