Kein Einzelfall - Rechtsradikale Realitäten in DeutschlandCan the subaltern remember?: Dr’in. Katharina Rhein: Von der rechten Gewalt, die es nicht geben durfte. Erinnerungskulturelle Praxen in der BRD seit 1945

Vortrag ASK HELMUT


14.04.2021 17:00 Uhr
Kampnagel, Hamburg

Wer erinnert an die Opfer rechter Gewalt, wer benennt Täter*innen und ihre Unterstützer*innen? Und wer erinnert explizit nicht? Wessen Erinnerungspraxis und Expert*innenwissen wird marginalisiert und wessen Narrativ mit der Macht der Dominanzgesellschaft durchgesetzt? Schon vor dem Digital-Kongress ANTIFASCHISMUS 2021 geben Dr. Massimo Perinelli und Dr. Katharina Rhein zwei inhaltliche Inputs in die Themen des Kongresses. In ihren Kurzvorträgen und im anschließenden Gespräch mit Nissar Gardi benennen sie  einige zentrale Fragestellungen, die am 16. und 17. April weiter vertieft werden. Dr’in. Katharina Rhein: Von der rechten Gewalt, die es nicht geben durfte. Erinnerungskulturelle Praxen in der BRD seit 1945 Die Soziologin und Pädagogin Katharina Rhein, Ko-Leiterin der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Uni Frankfurt, geht in ihrem Input der Frage nach, warum die lange Geschichte des bundesrepublikanischen Rechtsterrorismus bis heute fast keine Spuren in einer dominanzgesellschaftlichen Erinnerungskultur hinterlassen hat. Sie skizziert ein Narrativ von verirrten Jugendlichen und verwirrten Einzeltäter*innen, das sich vom frühen Nachkriegsdeutschland bis in die Gegenwart in immer neuen Varianten wiederentdecken lässt. Es ist die Legende von den aberhunderten „Einzelfällen“, die die Geschichte der Bundesrepublik durchziehen, ohne dass ein strukturelles Problem erkannt würde.     Dr’in. Katharina Rhein: Von der rechten Gewalt, die es nicht geben durfte. Erinnerungskulturelle Praxen in der BRD seit 1945 Die Soziologin und Pädagogin Katharina Rhein, Ko-Leiterin der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Uni Frankfurt, geht in ihrem Input der Frage nach, warum die lange Geschichte des bundesrepublikanischen Rechtsterrorismus bis heute fast keine Spuren in einer dominanzgesellschaftlichen Erinnerungskultur hinterlassen hat. Sie skizziert ein Narrativ von verirrten Jugendlichen und verwirrten Einzeltäter*innen, das sich vom frühen Nachkriegsdeutschland bis in die Gegenwart in immer neuen Varianten wiederentdecken lässt. Es ist die Legende von den aberhunderten „Einzelfällen“, die die Geschichte der Bundesrepublik durchziehen, ohne dass ein strukturelles Problem erkannt würde.  


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