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Die besten Lyrikdebüts 2020

Bühne, Kunst

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A. Gamisch (c) Sarah Berger, C. Cerda (c) privat, S. Warzecha (c) Ulrich Schäfer-Newiger

Wed 24.03.2021 19:30
Haus für Poesie, Berlin
Admission free

Mit Carla Cerda Dichterin, Leipzig | Alisha Gamisch Dichterin, Berlin | Saskia Warzecha Dichterin, Berlin | Moderation: Marie Luise Knott Literaturkritikerin, Berlin

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Die Literaturkritikerin und Übersetzerin Marie Luise Knott hat ihre besten Lyrikdebüts des Jahres 2020 ausgewählt. Sie begründet ihre Auswahl wie folgt:

„Mother Earth Mother Bord“: Flashartig und bedrohlich schön collagiert Carla Cerda (geboren 1990 in Berlin) in ihrem Band Loops (roughbooks), Fragmente aus Mythen-, Meeres -, Börsen-, und Computerwelten. In einer Storyline ‚verloopen‘ sich Mikrobiome, Roboterlieben, Lythium-Gärten und Stachelhäuter: „ich öffne alle Tabs gleichzeitig und sage Lyrik dazu“.

Behutsam und mit großer Leichtigkeit inszeniert Alisha Gamisch (geboren 1990 in Tegernsee) in lustdorf (Verlagshaus Berlin) einen Dialog mit „einer Oma“, der auch ein Dialog mit der eigenen und der Oma-Sprache ist. In kurzen Augenblicken und knappen Versen tun sich Welten auf, zwischen Sprachen und Generationen: „was vererben wir und was behalten wir lieber für uns?“

Schon der Titel Approximanten (Matthes & Seitz) ruft die Frage in den Text hinein, welche Rolle Computerlinguistik spielt bei dem Versuch, sich dem Verhältnis zwischen unserer Sprache und der dauernd sich verändernden Gegenwart zu nähern. Saskia Warzecha (geboren 1987 in Peine) gelingt eine klangstarke Sprachexpedition: „echtzeitsensor sorgt für latenz im dekor“.

Die Debütantinnen lesen aus ihren Büchern und werden von Marie Luise Knott dazu befragt.


Haus für Poesie

Program

Knaackstr. 97, 10435 Berlin


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