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Outernational: Transtraditional concerts

TAGESTIPP Konzert Konzert

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Musik als Geschichte von Wandel und Migration: „Outernational“ ist eine neue transtraditionelle Konzertreihe im radialsystem, die sich auf die Suche nach einer zeitgenössischen, hybriden, globalen Musik ohne Exotismen und Essenzialismen macht. In Zusammenarbeit mit herausragenden Solist*innen präsentiert „Outernational“ interdisziplinäre Programme, die im radialsystem Premiere feiern und anschließend an verschiedenen Orten in Europa gastieren. Ergänzt werden die Konzerte mit politischen, sozialen und postkolonialen Fragestellungen im Rahmen von „Outernational Listening Sessions“. Nach dem Start der Reihe Ende Oktober treffen beim zweiten „Outernational“-Konzert erstmalig der aus Istanbul stammende Musiker und Künstler Cevdet Erek sowie die palästinensische Musikerin Kamilya Jubran und der Schweizer Trompeter und Elektronikkünstler Werner Hasler musikalisch aufeinander. Kamilya Jubran ist eine der prägendsten und einflussreichsten Stimmen der arabischen Avantgarde. Sie durchdringt traditionelle musikalische Einflüsse mit der ihr eigenen Experimentierfreude und spielt dabei mit musikalischen Erwartungshaltungen. Begleitet von Werner Hasler begibt sich die Sängerin mit ihrem neuen Programm „Wa“ – was auf Arabisch „und“ bedeutet – in neue musikalische Räume – quadrofonisch verstärkte Texturen, die im nächsten Augenblick in sich zusammenfallen. Cevdet Erek widmet seine langjährig entwickelte Performance der Davul, einer Bassdrum, die zu den ältesten Trommeln weltweit gehört und in Regionen des östlichen Europas sowie des Mittleren Ostens verbreitet ist. Seine Spielweise ist einzigartig und umfasst komplexe, traditionelle Tanzrhythmen über technoähnliche bis zu sensibel-archaischen Beats. Eingerahmt wird das Programm von Barock- und Renaissanceklängen, die alte Hörräume zwischen Fundament bis Ornament aufspannen – gespielt von Andreas Arend auf der Theorbe, David-Maria Gramse auf der Violine und Liam Byrne auf der Gambe. Das ursprünglich für den 15. Dezember geplante live-Programm wurde aufgrund der aktuellen Situation umkonzeptioniert und wird nun als Konzertfilm präsentiert, in dem Videoaufnahmen aus dem radialsystem mit Soundaufnahmen der Künstler*innen kombiniert werden, die nicht nach Berlin reisen konnten. Ergänzt wird das Konzert um eine „Outernational Listening Session“, in der sich Prof. Dr. Naika Foroutan, Direktorin und Leiterin der Abteilung „Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik“ am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung, und die Sozialwissenschaftlerin Esra Küçük, Geschäftsführerin der Allianz Kulturstiftung, mit Fragen der post-migrantischen Gesellschaft auseinandersetzen. Programm 15 01 2021 Konzertfilm "#2 Wa & Davul" Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=3ixu8U18kMM 20 01 2021 Stream "Outernational Listening Session" Outernational Wie klingt eine Kunstmusik, die sich in Exil und Diaspora ihren multiplen, hybriden Einflüssen stellt? Wie lösen wir hörend Vorstellungen vom Eigenen und Fremden auf? Wie spiegeln Konzertprogramme eine offene Gesellschaft in ihrer Vielstimmigkeit? „Outernational“ ist eine neue europäische Konzertreihe mit drei jährlichen Schwerpunkten, die Künstler*innen präsentiert, die sich mit transtraditioneller Musik beschäftigen: Ob in einer Session zwischen Barock, persischer Klassik und elektronischer Komposition, der Sängerin Kamilya Jubran, die mit einem Streichquartett und einer Komponistin für eine multimediale Performance zusammenkommt, oder mit dem Trickster Orchestra, das Musiker*innen aus verschiedensten Traditionen zu einer neuen Klangsprache verbindet. Sie alle sind auf der Suche nach einer zeitgenössischen, hybriden, globalen Musik, die Exotismen und Essenzialismen vermeidet. Den Konzerten voran geht eine umfassende künstlerische Recherche, die nicht nur Szenen und aktuelle, musikalische Entwicklungen aufspürt, sondern auch Fragen des „Musicking“, d.h. der Aufführungspraxis und Kontextualisierung, in den Blick nimmt. Ziel ist es, neue Räume für herausragende Künstler*innen fernab des Mainstreams zu öffnen. Sie werden von der Kuratorin Elisa Erkelenz im engen Dialog mit den Künstler*innen entwickelt. Rund um jedes Konzert entsteht im VAN Magazin Outernational ein eigener, digitaler Schwerpunkt mit Hintergründen zu Musik, Instrumenten und den beteiligten Künstler*innen: www.van-outernational.com. Ein weiteres „Outernational“-Konzert im radialsystem findet am 02. März 2021 statt.

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