Die Walküre

TAGESTIPP Theater

Frei nach Richard Wagners zweitem Teil des RING DES NIBELUNGEN haben T. B. Nilsson, Julian Wolf Eicke und ihr Team eine großformatige installative Arbeit am Offenbachplatz erschaffen. Seit März wurde die Spielstätte umgebaut und transformiert – die Räumlichkeiten sind nicht wiederzuerkennen und nur für alle Zuschauenden exklusiv im Oktober und November erlebbar. Dort wo einst Saal, Bar und Foyer standen, tauchen die Zuschauer*innen nun in eine komplett neue Theaterwelt ein und betreten das Haus »Heidi‘s am Offenbach«. So neu ist das nun auch wieder nicht, denn 1982 von Kurt Hermann Johns gegründet, hat das kölsche Traditionshaus dank hochkarätiger Arbeiten bis heute allen Widerständen trotzen können. Seit Johns Tod 2007 verwalten, erhalten und bewohnen das »Heidi‘s« Ensemblemitglieder, Freund*innen, Förder*innen, Familie und Anverwandte. Für die Spielzeit 2020/21 hat sich das neue Leitungsteam um Dr. Heidrun »Heidi« Johns (Intendanz), Udo Donner (Hausregie), Katya »Kaka« Neidinger (Dramaturgie) einen ganz besonderen Publikumsliebling ausgesucht: DIE WALKÜRE.
Eingebettet in die Sagen der nordischen Mythologie werden die Besucher*innen in die Wagner-Welt hineingesogen: ein Kosmos voller Verführung, inzestuöser Liebschaften und göttlichem Zorn. Nacht für Nacht hört man im „Heidi‘s“ ein freudiges Rufen: Hojotoho heiaha! Hojotoho heiaha! Hier werden Götter, Halbgötter und die einfachen Sterblichen von den stechenden Augen der Walküren auf ewig verfolgt. Mit Gedärm als Garn, den Köpfen der Krieger als Gewichte und Schwertern und Pfeilen als Weblade wird Schicksal und Zukunft gewoben.

Nachtkritik.de bezeichnete T.B. Nilsson und Julian Wolf Eicke zuletzt als »zwei der genialsten Bühnenfinder unserer Tage.« Seit 2013 arbeitet das Künstlerduo zusammen, ihre theatralen Installationen bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Theater, Bildender Kunst und Performance. Sie zeichnen sich durch ungewöhnliche Zeit- und Raumerfahrungen in aufwendig gestalteten und bis ins kleinste Detail abgestimmten Räumen, teils verzerrter und deformierter Architektur, aus. Vom 22. Oktober bis 29. November 2020 ist ihre erste Kölner Arbeit zu sehen.

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