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Pick

DISSONAR: Henrik Lindstrand & Orange and Mountains

Music

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KD Palme

Fri 09.10.2020 20:00
Nachtasyl, Hamburg
18,00 €

Bei der zweiten Ausgabe von DISSONAR dreht es sich erneut um musikalische Grenzgänger. Allerdings wollen wir dieses Mal mehr. Der Abend selbst soll eine musikalische Grenzüberschreitung werden. Denn Grenzen halten wir in fast jeder Hinsicht für zumindest zweifelhaft, vor allem Grenzen in Köpfen und Kunst.

Und um den Kopf frei zu bekommen hilft bekanntlich der Tanz. Daher haben wir entschieden bei der zweiten Ausgabe von DISSONAR, im Anschluss an zwei ohne jeden Zweifel großartige Konzerte, auch noch das Tanzbein zu schwingen und uns noch ein paar gemeinsame Getränke an der wirklich vorbildlich ausgestatteten Bar im Nachtasyl zu gönnen. Und dazu sind auch Sie natürlich herzlich eingeladen.

Aber von Vorne:

Wir beginnen den Abend überraschenderweise experimentell. Und zwar mit Orange and Mountains, die sich mit ihrem detailverliebten und verträumten Sound irgendwo zwischen Weltmusik, Downtempo, Ambient, Elektro und Post-Rock verorten lassen. Ober eben auch nicht. Nachzuhören ist das ganze beispielsweise auf Ihrer 2018 erschienenen und wirklich bemerkenswerten EP Le: Compounds. Im November vergangenen Jahres folgte ein äußerst gelungenes Rework von Ed Carlsen’s Frame IV sowie die Single Far-Out Robots Walk the Earth, Peacefully. Wir sind uns sehr sicher, dass in nicht allzu ferner Zukunft noch von Edoardo De und Loe alias Orange and Mountains zu hören sein wird und freuen uns sehr, dass sie heute dabei sind.

Auf der Bühne folgt dann aber zunächst Henrik Lindstrand um uns unter anderem sein aktuelles Album Nattresan vorzustellen. Solo, am Klavier. Bei Henrik Lindstrand könnten wir nun sehr weit ausholen um seine wirklich beeindruckende Vita vorzustellen. Tun wir aber nicht und beschränken uns in aller Kürze auf die Tatsache, dass wir Henrik Lindstrand nämlich bereits kennen. Beispielsweise als Keyboarder der legendären dänischen Band Kashmir oder von seinen zahlreichen Kooperationen mit Künstlern wie Tony Visconti, Andy Wallace, Lou Reed oder niemand geringerem als David Bowie höchstselbst. In seiner Wahlheimat Dänemark ist der gebürtige Schwede allerdings auch als äußerst umtriebiger Komponist in, wie man so schön sagt, Film und Fernsehen bekannt. Der gute Man war seit jeher so dermaßen umtriebig, dass er seine Solo-Karriere um ein Haar vergessen hätte. Das änderte sich erst 2017, als er sein wunderschönes Debüt Leken der Welt offenbarte. Seither sind nicht nur wir verzückt von seiner Fähigkeit uns mit seinem Instrument offenbar alltägliche Geschichten zu erzählen und uns gleichzeitig ganz neue Welten zu eröffnen.

Und dann? Dann atmen wir kurz sehnsüchtig durch und fühlen uns schlagartig bereit für das Wochenende. Und das Beste: wir können verweilen. Denn fortan übernehmen unsere Lieblings-DJs Simon Strotman und Automart und spielen uns Schallplatten vor zu denen wir dann, wie bereits erwähnt, tanzen können. Boogie, House, Disco, Electro, Afro – auch hier wird glücklicherweise konsequent auf Gengregrenzen gepfiffen und der gute Geschmack in den Vordergrund gestellt.



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