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Otello

TAGESTIPP Ah_Stage

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Otello wird an sich selbst irre. Er muss sich zwar Neid, Feindschaft und Bedrohung erwehren – das könnte er, wäre er bei Sinnen, leicht schaffen. Nicht umsonst hat er im Staat seinen Weg nach oben gemacht, gegen Konkurrenz war er bestimmt nicht zimperlich. Er ist aber angeschlagen, und was ihn fundamental erschüttert, ist die Einsamkeit des Eifersüchtigen und die Einsamkeit des Betrogenen. Er glaubt sich betrogen von seiner Frau, in Wahrheit ist er betrogen über diesen Betrug. Dass ausgerechnet er das Opfer der Intrige wurde, mag damit zu tun haben, dass er einer Minderheit angehört, also für andere der soziale Blitzableiter ist. Das ist aber nicht entscheidend. Boito und Verdi erzählen die Geschichte eines in den Zustand der Ausweglosigkeit Vertriebenen. Er kann nicht mehr konsistent und folgerichtig handeln. Er ist an sich selbst irre geworden. Inszenierung: Calixto Bieito Bühnenbild: Susanne Gschwender Kostüme: Ingo Krügler Licht: Michael Bauer Dramaturgie: Ute Vollmar Premiere am: 08.01.2017

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