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Hekabe – Im Herzen der Finsternis

Nach Homer und Euripides: Eine Bestandsaufnahme vom wohl schlimmsten aller Gefühle – Hass. Woher kommt er? Wie manifestiert er sich? Hekabe ist die letzte Königin von Troja und die Inkarnation von Leid, Verlust und Klage, die von Odysseus auf der Heimreise als Trophäe Erniedrigung erfahren soll. Nicht nur griechische Mythologie, sondern zugleich ein Werk über den archaischen Geschlechterkampf. Ein fesselndes Stück! ASK HELMUT

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Arno Declair

Sat 15.02.2020 19:30
Deutsches Theater, Berlin
8,00 € - 35,00 €

Woher kommt der Hass? Wie sucht er sich seine Opfer, was für Helden produziert er? Und wie tief ist er verwurzelt? Für eine kleine Archäologie des Hasses zielt die Inszenierung von Stephan Kimmig mit Euripides‘ Drama Hekabe ins Herz der Finsternis. Hekabe, Königin von Troja, ist die Übermutter der Antike, Inkarnation von Leid, Verlust und Klage, Mutter von fünfzig Söhnen und Töchtern, die alle dem trojanischen Krieg zum Opfer fallen. Doch anstelle von Empathie weckt sie bei den Gewinnern des Krieges nur Hass, vor allem bei Odysseus, dem listenreichen Strategen der Zerstörung. Unter allen Beutefrauen der besiegten Stadt ist die greise Königin diejenige, die er sich als Trophäe erwählt, um sie auf seiner Heimreise bis zur Entmenschung zu demütigen. Diese Erniedrigung der Hekabe über jede Vernunft und Rationalität hinaus beschreibt Euripides in seiner Tragödie, während Homer seinem Protagonisten Odysseus in der Ilias und Odyssee ein Heldenlied singt. In einer Zusammenführung der verschiedenen Perspektiven entsteht ein neues und zugleich archaisches Bild des Kriegs der Kulturen, der Geschlechter, der Mütter und Söhne, Männer und Frauen.


Source: Berlin Bühnen

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