FOTO: © Drago Videmsek

New Empathies: Burn Time

TAGESTIPP Theater Helmuts-List-Berlin
Eine intensive Wahrnehmung von Zeit: Im Rahmen der Reihe „New Empathies“ zeigt das radialsystem an drei Januarabenden die Performance „Burn Time“ des portugiesischen Künstlers André Uerba. Ganz allmählich, nacheinander – oder manchmal auch zur gleichen Zeit – werden in André Uerbas Choreografie zarte Fäden entzündet: In Zeitlupe entsteht auf diese Weise ein Raum, der sich durch die brennenden Fäden verändert und verblasst und in der Dunkelheit eine starke suggestive Kraft entfaltet. Die Ruhe des Raumes, das allmähliche Aufsteigen der Lichtpunkte und die sanften Bewegungen der Performer*innen verlangsamen unsere Wahrnehmung der Zeit: „Burn Time“ entschleunigt das Tempo, erkennt den Augenblick an und gibt sich dem Hier und Jetzt hin. Das Kombiticket für 4 Veranstaltungen der Reihe „New Empathies“ finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1500261 André Uerba, geboren in Lissabon, studierte Fotografie an der Ar.Co, Lissabon, und Tanz am HZT. Neben der Arbeit als Performer mit verschiedenen Künstler*innen gründete Uerba das Produktionshaus SHORT HOPE. Seit 2007 arbeitet Uerba als künstlerischer Mitarbeiter, Koordinator und Performer mit dem Duo Ana Borralho & João Galante. Uerba hat unter anderem als Performer in Produktionen von Alexandra Pirici, Antonija Livingstone, Carlota Lagido, Clément Layes, Christian Falsnaes, Sandra Man & Moritz Majce, Naufus Ramírez-Figueroa und Tino Sehgal gespielt. 2013 erhielt er das Young Creator Stipendium des Centro Nacional de Cultura (Portugal). 2018 stellte ihm die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa Mittel für die Entwicklung des Projekts „Burn Time“ zur Verfügung, das bisher in Portugal, Spanien, Slowenien und Deutschland gezeigt wurde. New Empathies: In einem Klima des gesellschaftlichen Auseinanderdriftens erlebt der Begriff der Empathie derzeit eine Renaissance. Gilt die Fähigkeit zum Mitfühlen dabei einerseits als zentrales Mittel im Kampf gegen die Wut auf das vermeintlich Andere, wird in ihr andererseits die Gefahr einer sentimentalen Depolitisierung der Verhältnisse gesehen. Mit „New Empathies“ startete das radialsystem im Juni 2019 eine Programmreihe, die sich über zwei Jahre hinweg in Konzerten, Installationen, choreografischen Arbeiten, Workshops und Gesprächen den Möglichkeiten einer Praxis des Empathischen nähert und deren Potenziale in Bezug auf künstlerische, technologische, politische und ökologische Fragestellungen beleuchtet.

Preisinformation:

12,00€

Location

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