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Konzert mit Dorian Xhoxhi, Helena Madoka Berg, Kyoungmin Park, Arthur Hornig, Philipp Bohnen, Nikolaus Römisch, Kyoko Hosono, Christoph Streuli, David Riniker, Adrian Oetiker, Kotowa Machida, Rachel Schmidt, Julia Gartemann, Solène Kermar...

Konzert, Klassik

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Sebastian Hänel

Sun 12.01.2020 18:00
Berliner Philharmonie & Kammermusiksaal, Berlin
10,00 € - 26,00 €

»Um diesen Mißerfolg hat mich selbst Schönberg beneidet«, schrieb Josef Suk 1912 nach der Berliner Aufführung seines Zweiten Streichquartetts, bei der es zu Tumulten im Publikum kam. Ein Freund meinte, dieses Werk wirke so hypermodern, dass es der Zeit wenigstens zehn Jahre vorausgeeilt sei. Dass Josef Suk zu den bedeutendsten tschechischen Komponisten des 20. Jahrhunderts zählt, wissen heute die wenigsten. Bei seinem Namen denken die meisten zunächst an den großartigen Geiger des weltberühmten Tschechischen Streichquartetts, an den Mann, der der Schwiegersohn Antonín Dvořáks und der Lehrer von Bohuslav Martinů war. Violinist, Pianist, Komponist, Lehrer – das vielseitige musikalische Talent des aus Böhmen stammenden Josef Suk zeigte sich schon früh. Bereits mit elf Jahren begann er sein Studium am Prager Konservatorium. In seinem letzten Studienjahr wurde er Schüler von Antonín Dvořák, bei dem er das erste Werk komponierte, das von ihm veröffentlicht wurde: sein Klavierquartett a-Moll op. 1.Dieses Konzert mit Kammermusikwerken des tschechischen Komponisten, dem die Berliner Philharmoniker in dieser Saison einen programmatischen Schwerpunkt gewidmet haben, zeichnet Suks Entwicklung von seinem spätromantischen, noch unter dem Einfluss Dvořáks stehenden Klavierquartett zu jenem eingangs erwähnten, avantgardistischen Zweiten Streichquartett nach. Auf dem Weg dorthin entstanden das vom böhmischen Idiom inspirierte Klaviertrio c-Moll, das Klavierquintett g-Moll, das die Bewunderung von Johannes Brahms erregte, die transzendent anmutende Elegie Des-Dur, die Suk anlässlich des Todes des befreundeten Schriftstellers Julius Zeyer schrieb, sowie die Vier Stücke für Violine und Klavier, in denen der Komponist verschiedene Stimmungsbilder schuf – melancholisch, leidenschaftlich, mysteriös, humorvoll. Eine Sonderstellung in Suks Schaffen nimmt die Meditation über den altböhmischen Choral »St. Wenzeslaus« ein. Nur selten griff der Komponist auf vorgegebene Melodien zurück, in diesem Fall verwendete er einen bekannten tschechischen Kirchenhymnus aus dem 12. Jahrhundert, aus dem er ein kontemplatives, inniges musikalisches Gebet schuf.Bei dieser Hommage an Josef Suk wirken philharmonische Musiker und Ensembles mit: der Erste Konzertmeister Noah Bendix-Balgley, das Philharmonische Streichquartett, das Philharmonia Klaviertrio Berlin, das Feininger Trio und das Venus Ensemble.
Konzert mit zwei Pausen


Source: Berlin Bühnen

Berliner Philharmonie & Kammermusiksaal

Program

Herbert-von-Karajan-Str. 1, 10785 Berlin

030 254880

www.berliner-philharmoniker.de


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