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Andrea Marcon

Musik

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DSO

Sun 08.12.2019 20:00
Berliner Philharmonie & Kammermusiksaal, Berlin
20,00 € - 65,00 €

ANDREA MARCON

Sergey Malov Violine & Violoncello da spalla
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Wolfgang Amadeus Mozart
Violinkonzert Nr. 5 A-Dur

Jean Baptiste Lully
›Marche pour la cérémonie des Turcs‹ aus dem Comédie-ballet ›Le bourgeois gentilhomme‹

Luigi Boccherini
Violoncellokonzert Nr. 7 G-Dur

Franz Schubert
Symphonie Nr. 5 B-Dur

Andrea Marcon gehört zu den jungen, dynamischen Dirigenten, die sich ihr internationales Standing mit eigenen Ensembles erarbeiteten. Längst ist er als gefragter Gastdirigent bei den großen Konzertorchestern angekommen. Nun wird er erstmals am Pult des DSO zu erleben sein und wartet in seinem Debütprogramm mit einer absoluten Rarität auf: Multiinstrumentalist Sergey Malov interpretiert nicht nur Mozarts Konzert auf der Violine, sondern auch Boccherini auf dem Violoncello da spalla, dem fünfsaitigen »Schultercello«, das um den Hals gehängt und ähnlich wie eine Geige gespielt wird.

»Du weist selbst nicht wie gut du Violin spielst«, ließ Leopold Mozart seinen Sohn Wolfgang im Oktober 1777 wissen. Da neigte sich dessen Hochzeit als Geiger bereits dem Ende zu. Gerade erst hatte er um seine Entlassung beim erzbischöflichen Orchester in Salzburg gebeten, wo er seit 1769 als Konzertmeister wirkte. Wertvollstes Zeugnis dieser Jahre sind seine fünf Violinkonzerte, von denen das letzte in A-Dur vielleicht am eindringlichsten Mozarts Vertrautheit mit dem Instrument verrät. Es erfährt im finalen Rondo einen jähen Einbruch, wenn die Galanterie von einer derben »Alla-turca«-Episode abgelöst wird. Was bei Mozart der Mode der Zeit entsprang, diente Jean-Baptiste Lully 100 Jahre zuvor der Beschreibung einer Farce. In seinem Marsch greift er auf tagespolitische Ereignisse zurück und zeichnet ein humoristisches Bild der Gesellschaft. Er entstammt dem Comédie-ballet ›Le Bourgeois gentilhomme‹, Höhepunkt der Zusammenarbeit mit seinem kongenialen Namensvetter Molière.

Boccherini fristet in den Konzertsälen hierzulande immer noch ein Schattendasein, obwohl ihm doch ein Platz neben den »Klassikern« gebühren könnte. Immerhin hat der gebürtige Italiener, der über die Hälfte seines Lebens am spanischen Königshof weilte, Pionierleistungen in der Kammermusik erbracht. Dass er zudem von Haus aus Cellist mit unheimlicher Begabung war, zeigt sich eindrucksvoll in seinem G-Dur-Konzert. Auch die symphonischen Werke des jungen Schuberts wurden lange Zeit vernachlässigt. Als »schwacher Abguss von Mozart«, der besser »nicht veröffentlicht« werden sollte, sprachen musikalische Wortführer seiner Fünften nur wenig künstlerischen Wert zu. Dabei lässt sich gerade hier Schuberts allmähliches Loslösen von Vorbildern nachvollziehen und offenbart ein Werk von reizvoller Eigenart und perfekter Ausarbeitung.


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Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

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