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Semele

Händels Oratorium in drei Akten, mit Semele als Figur des Stücks sowie Königstochter und Geliebte, die von Göttervater Jupiter ent- und verführt wird – inszeniert von Intendant Barrie Kosky. Der Tagesspiegel schreibt: "Kosky jedenfalls hat die Theatergötter an der Komischen Oper befrieden können". So soll es sein. ASK HELMUT

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Gunnar Geller

Wed 04.12.2019 19:00
Komische Oper Berlin, Berlin
12,00 € - 72,00 €

Göttervater Jupiter ent- und verführt die Königstochter Semele. Deren Ehrgeiz, von Jupiters eifersüchtiger Gattin Juno geschürt, führt ins Verderben. Am Ende liegt nicht nur die Liebe in Asche.
Regisseur Barrie Kosky zeigt die Götter als leidende Menschen und rückt sie damit nah an seine Zuschauer*innen heran. »Eine pessimistische, zutiefst ernsthafte, aber auch sehr berührende, gedankenvolle Deutung, näher am barocken Todeskult, am Lamento von der Hinfälligkeit alles Daseins als an – ebenfalls barocker – Lebensfreude und Üppigkeit.« [BR KLASSIK]
Eine Oper im Gewand eines Oratoriums könnte man Semele bezeichnen. Mit prächtigen Chören, knappen Rezitativen und ausdrucksstarken Arien musste das Werk nicht dem starren Schema einer Opera seria folgen und wirkt bis heute frisch. Für ein fastenzeitliches Oratorium eher »ungewöhnlich«: die saftig-erotische, durchaus auch witzige Handlung. Heute zählt Semele weltweit zu den beliebtesten Werken aus der Feder Georg Friedrich Händels. Barock-Spezialist Konrad Junghänel und Chefregisseur und Intendant Barrie Kosky setzen auf das menschliche Drama hinter den göttlichen Ränkespielen und zeigen klar auf: »Wen die Götter strafen, dem erfüllen sie seine Wünsche«.
Als Semele wird die Sopranistin Sydney Mancasola zu erleben sein, die Partie des Jupiters übernimmt Stuart Jackson. Als Juno kehrt Ezgi Kutlu zurück. Die musikalische Leitung liegt wieder in den Händen von Konrad Junghänel.

https://youtu.be/J0GqLrR4Rok


Source: Berlin Bühnen