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Robin Ticciati

›La damnation de Faust‹

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DSO Berlin

Sat 23.11.2019 20:00
Berliner Philharmonie & Kammermusiksaal, Berlin
20,00 € - 65,00 €

ROBIN TICCIATI

Allan Clayton Tenor (Faust)
Karen Cargill Mezzosopran (Marguerite)
Alexander Vinogradov Bass (Méphistophélès)
Goran Juric Bass (Brander)
Rundfunkchor Berlin
Staats- und Domchor Berlin
Michael Alber Choreinstudierung
Kai-Uwe Jirka Choreinstudierung

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Hector Berlioz
›La damnation de Faust‹ op. 24 Légende dramatique für Soli, Chor und Orchester

Der kühne Experimentiergeist von Hector Berlioz ist eine feste Größe in den Programmen von Robin Ticciati und dem DSO. Entsprechend gebührend begehen sie nun auch das Jubiläumsjahr anlässlich seines 150. Todestages mit einem außergewöhnlichen wie opulenten Meisterwerk: ›La Damnation de Faust‹. In dieser Mixtur aus Oper, Oratorium und Symphonie mit großen Chornummern beschwört der Visionär Berlioz eine fantastische Welt in Tönen und voller musikalischer Effekte herauf. Die dramatische Legende wird, wie auch vom Komponisten vorgesehen, konzertant aufgeführt.

Nach der Shakespeare-Begeisterung von 1827 sollte es im Jahr darauf Goethes ›Faust‹ sein, dem Berlioz verfiel und von dem er sich »bei Tisch, im Theater, auf der Straße« nicht trennen konnte. Kurzerhand entlud sich dieser Enthusiasmus in der Schauspielmusik ›Huit scènes de Faust‹. 15 Jahre später wandte er sich erneut dem Stoff zu und richtete unter Mithilfe des Schriftstellers Almire Gandonnière ein Libretto ein. Dass dieses nur noch wenig mit Goethe gemein hatte, lag in seinem Anspruch begründet, das Stück »weder zu übersetzen, noch auch es nachzuahmen, sondern lediglich, mich daran [zu] begeistern und die darin enthaltene musikalische Substanz heraus-zuziehen«. Um der Musik und Wirkung Willen griff Berlioz dann auch tief in die dramaturgische Trickkiste: den Beginn der Handlung verlegt er etwa nach Ungarn, damit er den Rákóczi-Marsch erklingen lassen konnte. Und dann wäre da noch der Schluss, »Fausts Verdammnis«, der dem Goetheʼschen Ausgang der Tragödie diametral gegenübersteht. Der Musik tut dies indes keinen Abbruch. Im Gegenteil beflügelt es das überwältigende Werk, sich vom Himmel zur Hölle zu schwingen, wobei Berlioz sämtliche Register seiner brillanten Instrumentationskunst ziehen kann.

Dennoch war dem ›Faust‹, von dem er mit gutem Recht behauptete, dass es »eines meiner besten Produkte« sei, vorerst kein Glück beschieden. Nur drei Mal sollte Berlioz seine Legende zu Lebzeiten dirigieren – »Nichts in meiner Künstlerlaufbahn hat mich tiefer verletzt als diese unerwartete Gleichgültigkeit.«


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