Blurred 088b884c 176e 4894 be6b 4b3717390f65

Geometrisches Ballett

Mit dem 100-jährigen Jubiläum des Bauhaus rückt ein Stück in das Interesse der Kunstwelt, welches in seiner Gattungsüberschreitung aus Skulptur, Performance, Tanz, Theater und Musik so noch nicht aufgeführt wurde. Mit Hommage à Bauhaus-Meister Oskar Schlemmer, steht bei dem Ballet das Verhältnis von Form und Raum sowie Skulptur und Bewegung im Vordergrund. ASK HELMUT

Cropped 088b884c 176e 4894 be6b 4b3717390f65
(c) Phil Dera

Sat 07.09.2019 20:00
radialsystem, Berlin
16,00 €

Bildhauerei als Grundlage eines Bühnenstücks: Im Bauhaus-Jubiläumsjahr bringen freie darstellende Künstler*innen aus Dresden das „Geometrische Ballett“ von Ursula Sax als szenische Wiederaneignung mit Live-Musik im radialsystem zur Uraufführung. Gewidmet Oskar Schlemmer und dessen „Triadischem Ballett“, rückt das Stück im Bauhaus-Jubiläumsjahr wieder in das Interesse der Kunstwelt, nachdem es bereits 1990 an der Akademie der Künste Berlin in Ansätzen sowie 1992 bei den Theatertagen in Braunschweig als Ganzes aufgeführt wurde. Die zugehörigen, im Original erhaltenden Tanzskulpturen und performativen Objekte, die seit 2010 im Besitz der Berlinischen Galerie sind und für die neue Inszenierung dupliziert werden, nehmen in der Bildenden Kunst eine Sonderstellung ein. Charakteristikum des Konzepts von Ursula Sax ist die Gattungsüberschreitung von Skulptur, Performance, Tanz, Theater und Musik, ohne dabei ein Libretto vorzugeben.

Ursula Sax (geb.1935) ist eine renommierte deutsche Bildhauerin und Bildende Künstlerin. Zwischen 1950 und 1955 studierte Sax Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Ab 1956 bis 1960 setzte sie ihre Studien an der Hochschule der Künste in Berlin fort, wo sie Meisterschülerin von Hans Uhlmann wurde. Später folgte sie einem Ruf als Professorin für Bildhauerei zuerst an die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (1990 bis 1993) und später nach Dresden (1993 bis 2001). Skulpturen von Ursula Sax finden sich vielerorts im öffentlichen Raum, ihr Werk ist in zahlreichen Museen (u.a. in der Sammlung der Berliner Nationalgalerie) vertreten. Von der hermetisch geschlossenen Kernskulptur sich früh entfernend, öffnet sich Sax’ bildhauerische Skulptur über die Jahre in den Raum und setzt sie in kühnen Formen – und bald auch tänzerisch – in Bewegung, beispielsweise ihre berühmteste Skulptur, den gelben, sich haushoch in den Himmel windenden „Looping“ von 1992 an der Avus Berlin.


Source: Berlin Bühnen