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Jakub Hrůša

Zeit für Mahlers große romantische Sechste!

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DSO

Wed 19.06.2019 20:00
Berliner Philharmonie & Kammermusiksaal, Berlin
20,00 € - 63,00 €

JAKUB HRŮŠA
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Gustav Mahler
Symphonie Nr. 6 a-Moll

Mit Mahlers Symphonie Nr. 6 reiht sich das heutige Konzert in die Linie der großen romantischen und nachromantischen Symphonik dieser Spielzeit ein und knüpft zudem an Mahlers Neunte an, die bereits am Saisonbeginn zu erleben war. Die Leitung wird der tschechische Dirigent Jakub Hrůša, ein gern gesehener Gast am Pult des DSO, übernehmen, dem die Musik Gustav Mahlers, neben der seiner Heimat, ganz besonders nahe steht.

Mahler sollte mit seiner Prophezeiung Recht behalten, dass die Sechste kommenden Generationen »Rätsel aufgeben« wird. Was brachte ihn dazu, ein derartiges Klangbild vom Untergang zu zeichnen und seine Symphonie – der Überlieferung Bruno Walters nach – mit dem Epitheton ›Tragische‹ zu versehen? Sein Leben jedenfalls verlief im Sommer 1903, als er die Arbeit an der Symphonie aufnahm, in geregelten Bahnen: die Ehe mit Alma erlebte glückliche Zeiten, dem Paar wurde eine zweite Tochter geboren und Mahler genoss als Komponist und Dirigent hohes Ansehen. Auch die Sechste selbst gibt sich nach außen in traditioneller Ordnung, kehrte doch Mahler zur klassischen Viersätzigkeit zurück, wobei zwei klar strukturierte Ecksätze ein Scherzo und Andante einschließen. Im Inneren rumort es jedoch gewaltig: Stetige Unruhe und musikalische Konflikte steuern im Marschrhythmus auf das Ende, den letzten großdimensionierten Satz zu. Hier wartet jedoch kein triumphaler Höhepunkt, wie er für viele Mahler-Symphonien bezeichnend ist, sondern der mehrfache Zusammenfall unter den berühmten Hammerschlägen. Nach einem letzten Aufschrei verklingt das Werk »morendo« – ersterbend.

Die Ereignisse der folgenden Jahre sollten zum Mysterium der Sechsten beitragen – und in der Historiographie das Werk als Antizipation des tragischen Schicksals stilisieren: 1907 starb Mahlers erstgeborene Tochter, er selbst erfuhr von seiner unheilbaren Herzkrankheit und musste zudem seinen Posten an der Wiener Hofoper abtreten. Für Mahler jedenfalls war das vorwegnehmende Moment der Sechsten gelebte Realität – er hielt sie, laut Alma, für sein »allerpersönlichstes Werk und ein prophetisches obendrein.«


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