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Krieg

Robert Borgmann inszeniert den Tausendsassa Rainald Goetz: Kunstblut trifft auf eine große dramatische Welle aus Theatererfahrung. Viereinhalb Stunden voller Energie! Die Süddeutsche sagt: "Der Goetz'sche Post-Punk ist immer noch ziemlich gut." ASK HELMUT

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(c) Moritz Haase

Sat 27.04.2019 19:00
Berliner Ensemble, Berlin

Rainald Goetz beschreibt unsere moderne Gesellschaft, wie kein anderer deutscher Dramatiker. Der studierte Arzt und Historiker hatte sich einst mit einer Performance in die Köpfe einer ganzen Generation gebrannt: 1983 ritzte er sich beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit einer Rasierklinge in die Stirn, um sein literarisches Manifest "Subito" mit einem ihm eigenen "Wumms" zu gestalten. Er schreibt in den verschiedensten Medien und Formaten und scheint selbst durch seine Mehrfachbegabungen kaum fassbar. Rainald Goetz: Ein Tausendsassa!

Dieser trifft nun auf die andere Mehrfachbegabung: Robert Borgmann, der 1980 in Erfurt geboren wurde und Philosophie und Germanistik in Köln sowie Bildende Kunst in London studierte, bevor er ein Regiestudium in Berlin absolvierte und zahlreiche Inszenierungen unter anderem am dortigen Deutschen Theater, in Zürich, Leipzig und in Wien zeigte. Robert Borgmann wird Rainald Goetz’ Text "Krieg" – der aus den drei Teilen "Heiliger Krieg", "Schlachten" und "Kolik" besteht – inszenieren und die Bühne dafür entwerfen.

"Krieg" umfasst also drei Theaterstücke, die bei Goetz so beschrieben werden: "Krieg als Festungskrieg in Aktion ist Heiliger Krieg: Welt, Revolution, Bier. Der Kampf geht weiter. Krieg in der Nacht ist Schlachten: Familie, Kunst, Haß. Der Kampf hält an. Krieg zum Schluss heißt schließlich und endlich hier Traktat Gegen Den Widerstand Des Materials Ergibt Weder Material Noch Widerstand Sondern Summa Summarum Traktat Genannt von Herzen Kolik: Ich, Wort, Tod."


Source: Berlin Bühnen