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DIE WAFFEN NIEDER!

Drama Kriegsfilm

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Wed 24.04.2019 20:00
3001, Hamburg

Ned med våbnene! / Die Waffen nieder!

DK 1915, R: Holger-Madsen, B: Carl Theodor Dreyer, D: Augusta Blad, Philip Bech, Olaf Fønss, Alf Blütecher, 75’ · DCP, dän. + dt. ZT

Vorprogramm:
Dans le sousmarin F 1908, P: Pathé frères, 6‘ · DCP
Scottish Women’s Hospital GB 1917, P: National Union of Women’s Suffrage Societies, 7’ · 35 mm

Schon lange vor 1914 warnen Anhänger der Friedensbewegung vor den furchtbaren Folgen des modernen Krieges und setzen sich dafür ein, den Krieg als Mittel der Politik zu ächten. Um die Öffentlichkeit aufzurütteln und zu warnen, bedient sich die Friedensbewegung auch des Spielfilms. So beginnen im Frühjahr 1914 in Dänemark die Dreharbeiten zu Die Waffen nieder!, nach dem damals weltbekannten Roman der österreichischen Pazifistin und Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner aus dem Jahr 1889. Die Autorin ist am Anfang des Films auch zu sehen. Seine Premiere erlebte sie allerdings nicht mehr; sie starb im Juni 1914. Erzählt wird von der jungen adligen Witwe Martha von Dotsky, deren erster Mann im Krieg gefallen ist. Nach dem Ausbruch des Deutsch-Dänischen Krieges fürchtet sie 1864, ihren zweiten Mann auf dieselbe Weise zu verlieren. Im Verlauf des Film lernt Martha das ganze Grauen des Krieges kennen: die Verwundungen, die Sorge um die Angehörigen, den Ausbruch der Cholera, die Verwüstung des Landes. Am Ende verflucht auch ihr Vater den Krieg, ein alter General, der vorher stets für den Krieg eingetreten war. Die Uraufführung des Films soll beim Friedenskongress in Wien im September 1914 stattfinden, doch der Kriegsausbruch macht diesen Plan zunichte. Die Waffen nieder! – produziert vom Pazifisten Ole Olsen und für den Film bearbeitet vom später als Regisseur gefeierten Carl Theodor Dreyer – läuft deshalb zunächst nur im neutralen Amerika, wo die Presse vor allem die realistische Darstellung der Kriegsfolgen lobt. Ab 1915 ist der Film auch in Dänemark und Norwegen zu sehen – und kurz nach Kriegsende in Deutschland. (ps)


Source: Cinemarketing

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