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Santtu-Matias Rouvali

Santtu-Matias Rouvali dirigiert Sibelius, MacMillan und Schostakowitsch

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DSO

Sa 20.04.2019 20:00
Berliner Philharmonie & Kammermusiksaal, Berlin
20,00 € - 63,00 €

SANTTU-MATIAS ROUVALI

Simone Rubino Schlagzeug
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Jean Sibelius
›Karelia‹-Suite

James MacMillan
›Veni, veni, Emmanuel‹ – Konzert für Schlagzeug und Orchester

Dmitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 12 d-Moll ›Das Jahr 1917‹

Sowohl Santtu-Matias Rouvali als auch Simone Rubino haben bei ihren Berlin-Debüts mit dem DSO einen derart glänzenden Eindruck hinterlassen, dass sie nun wieder mit dem Orchester zu erleben sind. Für den energiegeladenen Finnen Rouvali wird es das dritte Gastdirigat seit seiner ersten Vorstellung im Jahr 2014 sein. Nicht weniger stürmisch geht der geborene Turiner Simone Rubino ans Werk. Er genießt den Ruf, eine neue Ära an Schlagzeugern eingeläutet zu haben.

Die ›Karelia‹-Suite des Rouvali-Landsmanns Jean Sibelius ist eines seiner frühesten und populärsten Werke. Ihre Entstehung geht auf eine umfangreichere Tableaumusik von 1893 zurück, die als Auftragswerk zur Volksaufklärung in der finnischen Region Karelien beitragen sollte. 1906 wurde die bearbeitete Musik separat als Ouvertüre und Suite veröffentlicht. Ihrem melodiös-kraftvollen Charakter liegt die intendierte Nähe zur Folklore und der nordosteuropäischen Natur zugrunde. Die Uraufführung geriet zu einem enormen Erfolg – kaum verwunderlich in einem Land, dessen nationale Selbstfindung zu dieser Zeit auf Hochtouren lief.

James MacMillan (*1959) gilt als herausragender schottischer Komponist seiner Generation. Das einsätzige Perkussionskonzert ›Veni, veni Emmanuel‹ aus dem Jahr 1992 erlebte auf der ganzen Welt bereits mehrere hundert Aufführungen. Es bezieht sein gesamtes musikalisches Material aus dem gleichnamigen französischen Adventschoral. Dabei kommt eine große Bandbreite an Schlaginstrumenten zum Einsatz, die als gleichberechtigte Partner im Dialog mit dem Orchester stehen. Wie viele weitere Kompositionen MacMillans ist auch dieses Konzert Ausdruck seines ausgeprägten Katholizismus: »Die Herzschläge, die das ganze Stück durchziehen, liefern den Schlüssel zu den allgemeineren spirituellen Hauptgedanken hinter dem Werk – sie stehen für die Menschwerdung und die Gegenwart Christi«.

Vergleichbar markig geht es in Schostakowitschs Zwölfter Symphonie von 1961 zu. Sein historisches Tableau reflektiert die titelgebenden Ereignisse des russischen Revolutionsjahres 1917. Die Symphonie wollte der Komponist durchaus als Programmmusik verstanden wissen, ohne jedoch in eine illustrative, tonmalerische Auslegung zu verfallen.



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