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BOLERO

Performance, Performance

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Tuca Vieira

Fri 12.04.2019 20:00
Acker Stadt Palast, Berlin

Je mehr die reale Gleichheit wächst, umso mehr wird die symbolische Ungleichheit propagiert und nimmt die Gewalt zwischen den Geschlechtern zu. Diese Gewalt ist fast immer sexualisierte Gewalt. Alice Schwarzer
Alice Schwarzers 1975 erschienenes Skandalwerk „Der kleine Unterschied – und seine großen Folgen“ wird auf sein gegenwärtiges Bewegungspotential untersucht und zur künstlerischen Herausforderung, um herkömmliche Erfahrungs- und Geschlechtergrenzen auf der Suche nach neuen, zwischenmenschlich besseren Begegnungsformen einzureißen. Welche Impulse kann das Werk heute geben?
Die Bühne wird zum Kampfplatz für einen Mann und eine Frau. Der Text bildet eine Tonspur für einen Dialog zwischen Denken und Körperlichkeit, zwischen Macht und Geschlecht, zwischen Sex und Gewalt. Was entsteht daraus?

Zur Autorin:
Kaum eine andere Person polarisiert so stark wie deutsche Feminist*in Alice Schwarzer. Junge Feminist*innen distanzieren sich von ihr, eine CDU-Familienminister*in verfasste gar eine Streitschrift gegen sie und für viele Deutsche gilt sie seit Jahrzehnten als Hassfigur – doch kaum einer ihrer aktuellen Kritiker*innen scheint sich noch für eines ihrer Werke zu interessieren, die weltweit für Furore sorgten. Was steht also drin in „Der kleine Unterschied – und seine großen Folgen“?

Richter/Meyer/Marx (Berlin) ist ein interdisziplinär arbeitendes Künstlerduo und besteht aus einer Stuntfrau und ausgebildeten Choreografin sowie einem studierten Philosophen und Tanzdramaturgen. Seit Oktober 2013 suchen sie nach Verbindungen zwischen Text und Tanz, zwischen Politik und Publikum, zwischen Bühne und Bildender Kunst. Dabei beschäftigen sie sich vor allem mit Fragen von Identitäten, Körperrepräsentation sowie mit politischen Strategien von Kollektivismus.
2014 erhielten sie den 1. Preis für das Beste Tanzsolo beim VI. International SoloDuo Festival NRW +friends Köln und wurden 2014 sowie 2015 für den Premio Arte Laguna in Venedig in der Kategorie Performance nominiert. Ihre Performances und Videoarbeiten sind weltweit in Kunstausstellungen und bei Tanz- und Performancefestivals zu sehen. Mit dem Acker Stadt Palast Berlin sind sie seit fünf Jahren künstlerisch eng verbunden.

www.richtermeyermarx.de

Idee + Performance: Richter/Meyer/Marx (Katja Richter, Helge-Björn Meyer)
Musik: „Bolero“ von Maurice Ravel, recomposed von Felix Wewerka
Sprecher*innen: Thelma Buabeng, Gerlinde Jänicke, Alexandra Kamp, Catherine Stoyan, Moon Suk; RP Kahl, Bülent Musdu, Philippe Reinhardt, Ilja Roßbander, Christian Schmidt, Alexander Tschernek, Henrik Zimmermann
Kostüme: Heike Neugebauer
Lichtgestaltung + Ton: Marek Mauel
Foto: Bernd Slotta


Source: Berlin Bühnen

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Acker Stadt Palast

Program

Ackerstr. 169/170 , 10115 Berlin

+4930-441-0009

www.ackerstadtpalast.de


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