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Tagestipp

HAILU MERGIA (Awesome Tapes from Africa)

präsentiert von ASK HELMUT

Musik

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Mi 10.04.2019 20:00
Gretchen, Berlin
15,00 € - 18,00 €

Hailu Mergia (Awesome Tapes From Africa, Washington) *live*

Einlass: 20.00 Uhr
Beginn: 21.00 Uhr

Vorverkauf: 15 € zzgl. Gebühr
Abendkasse: 18 €

Tickets auf Eventim: https://bit.ly/2FH5hK3
und bei Koka36: https://bit.ly/2MvuSqd

Ab 16 Jahren

Hailu Mergia: Urgestein des Ethio-Jazz

Hailu Mergia spielte während der 60er Jahre in der Armee Akkordeon und war Ende der 70er Organist der legendären äthiopischen Funk-Kombo Walias Band. Die verträumte Musik, die in der Hauptstadt Addis Abeba entwickelt wurde, kann man heute als Ethio Jazz bezeichnen - psychedelischer Jazz-Funk, erweitert durch äthiopische Skalen und Rhythmen. Einige Pioniere dieses Stils, darunter Mulatu Astatke und Hailu Mergia, werden gerade wiederentdeckt, da sie ein wiedererkennbares Idiom mit Bläsersätzen kreieren, die nur aus wenigen blue notes, also aus fünf Tönen bestehen.

„Musicawi Silt” – kein Song bringt derart wirkungsmächtig ein ganzes Genre auf den Punkt wie dieses Meisterstück von Hailu Mergias 1977er Album „Tche Belew”. Als das richtungsweisende Instrumental-Ensemble Walias im Jahre 1981 zu einer US-Tournee aufbrach, hatte sich Äthiopien verändert, denn nun herrschte dort eine Militärdiktatur. Hailu Mergia ergriff die Möglichkeit beim Schopf und blieb in den Staaten. Von der Musik konnte er hier nicht leben, und so arbeitete er als Taxifahrer, bis im Juni 2013 der Musikschatz-Blog Awesome Tapes from Africa seine Cassette „Hailu Mergia & His Classical Instrument: Shemonmuanaye” von 1985 wieder veröffentlichte und Mergia von nun an wieder live auftrat - gefeiert von der New York Times bis zu The Wired und in weltweiten Live-Konzerten (u.a. auch beim Kampnagel Festival Theater der Welt 2017).

Die Re-Issues von Hailu Mergia und seiner Walias Band wurden begeistert aufgenommen und machten aus ihm nach jahrzehntelangem Dümpeln in der Vergessenheit einen gefragten Musiker. Inzwischen hat er mit dem australischen Schlagzeuger Tony Buck und dem Kontrabassisten Mike Majkowski das Studio-Album „Lala Belu” eingespielt. Der Ethio Jazz ist zwar noch allgegenwärtig, doch nun groovt er sich auch in Richtung Folk-Jazz und kantigem Hard-Bop. Die für westliche Ohren ungewöhnliche Harmonik der äthiopischen Melodieführungen trifft auf jazzige Funkiness.

In Mergias brilliantem, facettenreichem Orgelspiel lebt eine exotische Mystik, seine beiden Mitstreiter bieten exquisite Grooveteppiche, dynamische Tricks und eine erstklassige Performance. Abgesehen davon wechselt Hailu oft eindrucksvoll und virtuos zwischen den Keyboard-, Orgel- und Piano-Sounds oder übernimmt das Akkordeon. Zusammen erkundet das Trio heute live bei uns die fließende und hypnotische Qualität der Musik von Hailu Mergia – immer mit einer kräftigen Prise Funk.

https://soundcloud.com/hailumergia



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Gretchen

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Obentrautstr. 19-21, 10963 Berlin

+49302-592-2702

www.gretchen-club.de


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