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Pick

Masha Qrella

Der Stimme Qrellas hört man Verletzlichkeit wie Geradlinigkeit gleichzeitig an – unterlegt von sanften Beats und prägnanten Melodien. Eine absolute Perle! ASK HELMUT

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http://www.milla-club.de/galerie/

Sat 06.04.2019 20:00
Milla - Live Club, Munich
15,00 €

Die in Berlin ansässige Masha Qrella sorgte in den letzten 10+ Jahren mit ihrem hervorragendem Songwriting und ihrer unvergleichlichen Art verschiedene Elemente zu einem stimmigen Sound zu verschmelzen für Entzückung bei Kritikern und Fans. Ihr aktuelles Album ‚Keys‘ wurde von der Presse regelrecht in den Himmel gelobt. In der Vergangenheit spielte sie unter anderem Tourneen mit Calexico und Yo La Tengo, ihre Songs liefen bei Greys Anatomy, sie betourte mehrfach die USA und Japan, und am 6. April wird sie erstmalig die Bühne des Milla betreten.

Hier ein kleiner Vorgeschmack der EP „Day after day“ (15.03.), die sie im Gepäck haben wird:

In „Day after Day“ macht sie aus Heiner Müller-Textfragmenten eine Fleetwood Mac- Nummer: „Das HAU- Hebbel am Ufer hatte mich gebeten, einen Heiner Müller-Text zu vertonen. Beim Lesen seiner Gedichte stolperte ich über ein paar englischsprachige Zeilen, die ich als David Bowie-Textzitat wiedererkannte. Es handelte sich um Zeilen aus dem Song „All the Madmen“ vom Album „The Man Who Sold the World“. Ein düsteresAlbum, eine Auseinandersetzung mit Krankheit, Paranoia und Gewalt. Und hier tauchten sie auf, auf der anderen Seite der Mauer. Bei Heiner Müller. Diese Verbindung faszinierte mich. Und mehr noch Müllers deutschsprachige Antwort auf Bowies düstereZeilen: „Vielleicht werde ich alles überleben, was ich geliebt hab und nicht geliebt.“ Es wardas erste Mal, dass ich einen Text auf deutschsingen wollte.“

In „Arthur“ macht sie eine Einar SchleefErzählung zu einem Drift, der klingt, als hätte die Knef irgendwann einen Song mit Stereolabaufgenommen: „An der Arthur – Geschichte hat mich v.a. die Perspektive auf ein Westberlin jenseits der schillernden Punk- und Kunstszene interessiert, in der tristen Wahrnehmung eines Ostdeutschen, der nach Westberlin kommt und irgendwo an der Ausfahrtstraße Richtung Spandau gegenüber von einem Altersheim seine kleineZweizimmerwohnung bewohnt.“

So weit oft die Assoziationen eines in West-und/oder Ostdeutschland sozialisierten Menschen auseinanderliegen, genauso weit ist Masha Qrella von all unseren schnöden, meist männlichen Referenzsystemen entfernt. Masha Qrella ist und bleibt eine der außergewöhnlichsten Pop-Künstlerinnen nicht nur Deutschlands: „Den dritten EP-Song „Long Road“ habe ich auf dem Heimweg von Warschau nach Berlin geschrieben, vor dem Hintergrund unserer Polentour (2016), die uns über fast zwei Monate in alle möglichen – auch kleineren – Städte und „Kulturhäuser“ bzw.„Kulturpaläste“ geführt hat. Die Tour fühlte sichfür uns nicht nur wie eine Reise durch das heutige Polen an, sondern vor allem auch wie eine Reise in unsere eigene (DDR)Vergangenheit…“


Source: Eventim

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