FOTO: © Christophe Engels

ARCTIQUE

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Mehr als nur Endzeitstimmung beim FIND Festival – Wir befinden uns in Europa im Jahre 2025: Kriege, Klimawandel und Ressourcenknappheit bedrohen den Kontinent. Dieses neue, internationale Stück inszeniert einen eleganten Spagat zwischen Politthriller, Dystopie und absurder Komödie. The future is now.

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Wir schreiben das Jahr 2025, die Zukunft ist angebrochen – und es ist eine ziemlich düstere Zukunft. Europa ist von Kriegen zerrüttet, die Ressourcen werden knapp und das Klima wird heißer und heißer. Grönland ist von Dänemark unabhängig und durch die zunehmende Erderwärmung zu einem neuen Eldorado geworden. Die abschmelzenden Eiskappen des Nordpols haben gewaltige Vorkommen an Uran, seltenen Mineralien, Gas und Öl freigelegt, die das Interesse internationaler Konsortien, Besitzansprüche und Rivalitäten mehrerer Länder und die Gier anonymer Großinvestoren wecken. In Kopenhagen sticht die »Arctic Serenity« in See: ein ehemaliges Kreuzfahrtschiff, das bei seiner Jungfernfahrt zehn Jahre zuvor eine entsetzliche Kollision erlebte, bei der Mariane Thuring, eine Umweltaktivistin, die als Sängerin der Schiffskapelle mit an Bord war, starb. Das Schiff soll nun mit einem Schleppboot nach Nuuk, Grönland, gebracht und dort in ein Luxushotel umgewandelt werden. Mit an Bord gehen heimlich sechs Personen, die durch einen anonymen Brief angelockt wurden. Sie alle wollen aus Europa in den Norden fliehen. Und sie alle waren auf ganz unterschiedliche Weise in die Unabhängigkeit Grönlands von Dänemark verwickelt, die für die Insel letztlich nur Ausverkauf, Armut und neue Abhängigkeit bedeutete, und die damals auf der Jungfernfahrt der »Arctic Serenity« gefeiert werden sollte, bevor die Katastrophe passierte. Als sich das Boot auf hoher See befindet, setzt sich ganz plötzlich und unerwartet der Schlepper ab und die »Arctic Serenity« treibt mit ihren Mitreisenden ziellos in internationalen Gewässern umher. Zu den geisterhaften Klängen des Schiffsorchesters drängen plötzliche Wendungen, unerwartete Enthüllungen, gegenseitige Anschuldigungen, Intrigen und sprunghaft wechselnde Allianzen der Reisenden untereinander die Handlung unerbittlich auf die Katastrophe im Eismeer zu.
Anne-Cécile Vandalem (*1979, Liège) studierte Schauspiel am Conservatoire de Liège. Seit 2008 inszeniert sie ihre eigenen Texte mit ihrer Kompanie »Das Fräulein«. Ihre letzte Arbeit »Tristesses « war beim FIND 2017 zu sehen. Für »ARCTIQUE« kombiniert sie erneut Theater, Livemusik und Video, mischt Elemente von Kriminalstück, grotesker Dystopie, Politthriller und absurder Komödie, um mit beißendem Humor von einer düsteren Zukunft zu erzählen.
Konzept, Text und Regie: Anne-Cécile Vandalem Bühne: RuimtevaardersDramaturgie: Nils Haarmann, Sarah SeignoboscOriginalmusik und Sounddesign: Pierre KisslingSound: Antoine BourgainLicht: Enrico BagnoliVideo, Bildgestaltung und Kamera: Federico D’AmbrosioBildregie: Yannick LeroyKamera: Léonor MalamateniosKostüme: Laurence HermantMaske und Spezialeffekte: Sophie CarlierRequisite: Fabienne Müller
Mit: Frédéric Dailly, Guy Dermul, Eric Drabs, Véronique Dumont, Philippe Grand’Henry, Epona Guillaume, Zoé Kovacs, Gianni Manente, Jean-Benoit Ugeux, Mélanie Zucconi

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