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Salome

Ein Stück zwischen Individualismus, Rassismus und Sexismus – von Ersan Mondtag intensiv inszeniert. Frei nach dem Drama von Oscar Wilde. Über die christlich-mythologische Frauengestalt und eine Gesellschaft am Rande der Verzweiflung. Die Premiere ist bereits ausverkauft, HELMUT verlost Karten für den zweiten Termin! ASK HELMUT

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Nils Tammer

Mon 25.03.2019 19:30
Maxim Gorki Theater, Berlin

Johannes der Täufer verliert seinen Kopf auf Wunsch von Salome, die das Begehren ihres Stiefvaterkönigs Herodes ausnutzt, um Rache für die Zurückweisung durch Johannes zu nehmen. Perversion und Fundamentalismus, das zerstörerische Gemisch aus diffuser Angst und realer Macht: Oscar Wilde erkannte 1893, was in dem Stoff steckt. Aus der misogynen biblischen Randnotiz machte er ein somnambules Stück über eine am Abgrund taumelnde Gesellschaft. Ersan Mondtag sucht in Salome die aktuelle Zuspitzung: auf der einen Seite sexistische und rassistische Fundamentalisten, auf der anderen Seite eine liberale Gesellschaft, die mit ihrer Freiheit nichts anfangen kann: »Die Besten von nichts überzeugt, die Schlechtesten leidenschaftlich besessen.« W. B. Yeats

Foto: Esra Rotthoff


Source: Berlin Bühnen

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Maxim Gorki Theater

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