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Frameworks Festival 2019

presented by ASK HELMUT

Dieses Festival stellt mit seinem außergewöhnlichem Programm drei Abende lang spannende Künstler vor, die Pop-Musik abstrakt denken, sich keinem Funktionszwang unterwerfen wollen und neue Wege definieren. Aufgrund des mit Sicherheit hohen Andrangs hält HELMUT Gästelistenplätze für garantierten Einlass für euch bereit! ASK HELMUT

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Sat 16.03.2019 19:00
BLITZ Club, Munich
Admission free

Lineup:
Group A [Tokyo/Berlin]
+ Prison Religion [Richmond]
+ Tape Loop Orchestra [Manchester]
+ Hirsk [Hongkong]
+ Shida Shahabi [Stockholm]
+ Gazelle Twin [London]
+ Soho Rezanejad [Copenhagen]
+ Ipek Gorgun [Istanbul]

Ist das noch Pop – oder schon Experiment? Das seit 2011 jährlich stattfindende Frameworks Festival versteht sich als Plattform neuer musikalischer Positionen in den Grenzbereichen zwischen Struktur und abstrakter Komposition. Es möchte Künstlerinnen und Künstlern aus unterschiedlichen globalen Subkulturen Raum bieten, unkonventionelle und innovative Wege unabhängiger Musik zu verfolgen.

Gerade auf diesem Feld hat sich in den letzten Jahren eine spannende junge Szene entwickelt, die vor allem in Europa von unabhängigen Labels und Netzwerken von Künstlern getragen wird. In enger Verknüpfung mit den Entwicklungen der elektronischen Musik werden die Parameter der Pop-, alternativen und klassischen Musik dekonstruiert, verfremdet oder mit Klangexperimenten kontrastiert. In der Performanz wird Musik zu einem experimentellen Versuchsaufbau weitergetragen, in dem Strukturen in Echtzeit elektronisch verfremdet oder neu zusammengesetzt werden.

Das vom 14. bis 16. März 2019 geplante Festival möchte den bisherigen musikalischen Fokus auf experimentelle, elektronische Musik vertiefen und unterschiedliche Akteure aus internationalen Subkulturen zusammenbringen. Besonders freuen wir uns dieses Jahr über etwas, das eigentlich ganz normal sein sollte. Einen Anteil von über 60 Prozent weiblicher Künstler.

Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, InMünchen, Curt, Ask Helmut
Veranstaltet von: D. Bürkner & C. Kiesler
Mitveranstalter: Kulturreferat der Landeshauptstand München

Donnerstag, 14.03.2019

Group A [Tokyo/Berlin]
Zweite Runde für das japanische Avant-Garde Duo Group A. Nachdem uns Tommi Tokyo und Sayaka Botanic bereits 2017 mit ihrem harten Gemisch aus Industrial-Beats, Dark-Wave und abstrakter dadaistischer Performance begeistert haben, sind sie 2019 zurück. Wir freuen uns auf ein ausgeklügeltes Experiment aus Kasettenrekordern, Geigen und Synthesizern, in dem die zwei Musikerinnen mit Kostüm und Licht mehr und mehr mit dem Gesamtkunstwerk Group A Verschmelzen.

Links:
https://www.facebook.com/groupAband/
https://groupa.bandcamp.com/
https://www.youtube.com/watch?v=uGjcrs7nKSg

Prison Religion [Richmond]
Prison Religion schließen den harten Aufschlag am Donnerstag ab. Das Projekt der Musiker Poozy und False Prpht aus der Richmonder Kunstszene zitiert fleißig aus dem Ghetto-Rap (ja, man sieht sie in Videos in roten Sportwagen davonbrausen), wuchtet diese Zitate in harte elektronische Beats und lässt sie ständig wieder in rauschendem Lärm zerfallen. Ein kluges Spiel mit Attitüde und Abstraktion. Permanent lassen sie die Strukturen elektronischer Musik zerfallen, und wir messen die Energie, die in dieser Spaltung frei wird.

Links:
https://soundcloud.com/prisonreligion
https://www.instagram.com/prisonreligion/
https://www.youtube.com/watch?v=1BW_bg0UxnQ

Freitag, 15.03.2019

Tape Loop Orchestra [Manchester]
Dieses Jahr findet das Magnetband wieder zu seinem Anfang zurück. Das erste Konzert des ersten Frameworks Festivals 2011 spielten die wunderbaren Boats aus Manchester. Andrew Hargreaves von den Boats bringt nun sein Tape Loop Orchestra nach München, ein konzentriertes Set aus sich aufbauenden sphärischen Klangschleifen, die auf Magnetbändern eine Strecke über die Tonköpfe mehrerer Kassettenrekorder zurücklegen und dabei eine Geschichte entwickeln, die minimalistisch und zugleich von unerreichter Größe ist.

Links:
https://soundcloud.com/beppu-tlo
https://www.instagram.com/andrewboats/
https://www.youtube.com/watch?v=_So99wbNSTs

Hirsk [Hongkong]
Hinter HIRSK verbirgt sich der Musiker, Produzent und Sounddesigner Khris Nung aus Hongkong. Seine Stücke sind eine elektronische Verarbeitung seiner Umwelt: Kantonesische Oper, die Kinder eines Kindergartens, Die künstliche Intelligenz Siri, Keramiktassen, knarzende Türen, Esstäbchen und U-Bahn Ansagen. Das Akustische und das Synthetische verbinden sich zu einem eigentümlichen Landschaftsbild des Honkongs der Gegenwart.

Links:
https://www.instagram.com/hirskk/
https://www.facebook.com/hirskk/
https://soundcloud.com/hirsk

Shida Shahabi [Stockholm]
Shida Shahabi ist eine junge schwedisch-iranische Pianistin und Komponistin aus Stockholm. Sie verbindet in ihren reduzierten Arbeiten die süßliche Melancholie einer Spieluhr mit der konzentrierten Andacht des Zen-buddhistischen Bogenschießens. Nach Ausflügen in die Film- und Kunstwelt kehrte sie zur Musik zurück, um mit der direkten emotionalen Wirkung zu arbeiten, die sie in der Kunstwelt vermisste. Ihre Musik changiert zwischen Anleihen an Erik Saties zurückgenommer Melodik und den sich in Schleifen wiederholenden, hypnotischen Mustern der elektronischen Musik, die nach und nach zu einer abstrakten Innensicht zerfallen.

Links:
https://soundcloud.com/fatcatrecords/shida-shahabi-abisme
https://shidashahabi.com/
https://www.facebook.com/shidamshahabi/
https://www.youtube.com/watch?v=gFmvGg9v9H8

Samstag, 16.03.2019

Gazelle Twin [London]
Die britische Musikerin Elizabeth Bernholz arbeitet mit einem Alter Ego, es heißt Gazelle Twin. Sie trägt ab und dann einen blauen Umhang mit Kapuze und eine fleischige Masse als Maske, ist die musikalische Akteurin in einem ausgeklügelten symbolischen System. Wie war das im Kunstgeschichte Seminar, ist der blaue Umhang nicht ein Zeichen der Mutter Gottes? Gazelle Twin ist ein Gesamtkunstwerk, dass die Mischung aus offenen Symbolen, verschachtelten Erzählungen und amorphen Unbehagen David Lynchs auf die elektronische Musik überträgt. Und zwischen ihrem Gesang ab und zu sich laut unterhaltende Zuschauer erschreckt. Also lieber nicht schwätzen.

Links:
https://www.gazelletwin.com/
https://www.facebook.com/gazelletwin/
https://www.youtube.com/watch?v=anM7ZcNBoFw

Soho Rezanejad [Copenhagen]
Soho Rezanejad ist eine elektronische Musikerin und Sängerin aus New York. Die iranisch-dänische Musikerin baut komplexe Stücke in der Formensprache des Dark Wave der 1980er Jahre. Dabei bilden ihr technisch unglaublich versierter Gesang und die Sequenzen der Synthesizer eine Mensch-Maschine, die düster und dystopisch in ihren Bann zieht. Mit einem Geflecht aus mythologischen Bezügen, Zitaten der Pop- und Filmkultur und einem ungemein breiten musikalischem Spektrum ist Soho Rezanejad ein Beispiel dafür, wie elektronische Musik der Gegenwart zugleich konzeptionell und direkt wirken kann.

Links:
https://www.facebook.com/sohorezanejad/
https://soundcloud.com/siliconerecords
https://www.youtube.com/watch?v=8vPBlOXi4F0

Ipek Gorgun [Istanbul]
Die türkische Klangkünstlerin und Fotografin Ipek Gorgun entwickelt ihre Stücke behutsam: „I work with milliseconds in the beginning, then I switch to seconds, then to minutes.“ Akribisch arrangiert sie Field-Recordings und elektronische Soundscapes und erschafft so Stücke, in denen jedes einzelne Segment so ausdrucksstark ist wie das Gesamtbild. Eine konzentrierte, spannungsreiche und unglaublich dichte Arbeit, die uns live mit den Grenzen der Wahrnehmungsfähigkeit konfrontiert, und dabei – ohne dass es uns bewusst ist – schon längst in uns am Wirken ist.

Links:
http://www.ipekgorgun.com/
https://soundcloud.com/ipekgorgun
https://www.youtube.com/watch?v=bhvg-LiLqJg&list=PLIl8jpUg3d3C6BcuXKA-VI4QDmDcJ4VU-



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Museumsinsel 1, 80538 Munich