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Tagestipp

Alfa Mist

Irgendwo zwischen Rap und Jazz lassen uns seine sanften und souligen Arrangements gedanklich in die Ferne treiben. Fantastischer Typ, exzellenter Sound und live 'ne tolle Nummer. Musikfreunde aufgepasst. ASK HELMUT

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Mo 12.11.2018 21:00

Alfa Mist: Umwerfende Melodien aus dem Spannungsfeld von Jazz und Pop.

In Newham, East London aufgewachsen, startete Alfa Mist seine musikalische Karriere als Grime- und HipHop-Produzent. Inspiriert von der Virtuosität des visionären Jazz-Trompeters Miles Davis tauchte Alfa Mist im College tiefer in die Jazzwelt ein. Der autodidaktische Pianist und Teilzeit-Rapper fühlte sich angezogen von Jazz und Worldmusic, die er durch seine Samplings entdeckte.

Seine Obsession für Hans Zimmers atmosphärische Filmsoundtracks ließ er schon im Alter von 23 Jahren in der „Nocturne” EP (2015) einfließen und mischte so melancholische Jazzharmonien mit alternativem Hip-Hop und Soul. Darauf sind illustre Gäste wie Tom Misch oder Jordan Rakei aus der Londoner Szene zu hören.

Nach einigen Kollaborationen und kleineren Projekten demonstriert der junge Künstler nun sein gesamtes Können. Schon der Titel seines Debütalbums „Antiphon” (Gegengesang) zeigt die wechselnden Themen seiner Stücke und deren vermeintlich gegensätzliche Kombination miteinander. Beim Hören des Zusammenspiels der verschiedenen Instrumente und Themen innerhalb seiner Werke fühlt man sich in eine angeregte Unterhaltung versetzt – passend, dass die Inspiration für das Album durch eine Diskussion mit seinen zwei Brüdern gekommen ist. Hauptsächlich lässt er die Instrumente für sich sprechen, lediglich Kaya Thomas-Dyke gibt dem Song „Breathe” durch ihre sanfte Stimme einen sowohl melancholischen als auch melodischen Unterton.

Durch das breite Spektrum an Emotionen und Themen sowie den treibenden, klaren und streng betont jazzigen Drums wirkt das Stück trotz einer Länge von siebeneinhalb Minuten an keiner Stelle eingeschlafen oder verstaubt, sondern vielmehr wie eine abenteuerliche Reise – insbesondere, da es wohl die Reise in die Zukunft des Jazz sein kann.

„My style never really fits in a box – not jazzy enough for the jazzers, but also not easy enough for the 'easy listeners'”, beschreibt Alfa Mist selbst die Einordnung seiner Musik. Dass diese es aber verdient hat, eine völlig neue Box aufzumachen, ist schon nach dem ersten Hören dieses Albums offensichtlich. Nach zwei umwerfenden Konzerten im Gretchen präsentiert er uns seine urbanen Soundlandschaften und entspannten Beats dieses Mal im Festsaal Kreuzberg.

https://soundcloud.com/alfamist

https://www.youtube.com/watch?v=L_HrSD-zCF0



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Festsaal Kreuzberg

Programm

Am Flutgraben 2, 12435 Berlin

+4930 4-705-6087

festsaal-kreuzberg.de


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