#11 Klimakrise, planetarische Gerechtigkeit und das Problem des Kapitalozäns

Theater

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Mit dem Begriff des Kapitalozän verbindet Jason Moore eine revolutionäre These gegenüber den Diskursen des Anthropozäns: Nicht der ‘Mensch an sich’ ist als geologischer Faktor verantwortlich für Umweltzerstörung und Klimaerhitzung, sondern die kapitalistische Produktionsweise, von der nur einige Menschen profitieren. Seit der Invasion von Kolumbus in den Amerikas verwandelt der globale, extraktive Kapitalismus den Planeten als Ressource in ‘billige Natur’ und eine globale Mülldeponie. Das Kapitalozän ist, nach Moore, eine Welt-Ökologie der Macht, Produktion und Reproduktion, die sich durch Ausbeutung des ‘Lebensnetzes’ vollzieht. Doch diese Logik kommt an natürliche Grenzen. Das Kapitalozän, samt Klassenherrschaft, Kolonialismus, Patriachat und fossiler Produktionsweise, wird den Klimawandel nicht überleben. Kann daher auf ein Moment von epochalen politischen Möglichkeiten, auf eine neue ‘planetarische Gerechtigkeit’ gehofft werden? Die 11. Ausgabe von “Burning Futures” wird zuerst als Livestream auf HAU4 gezeigt und später wieder als Podcast erscheinen. 

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