„München“: Spionage-Thriller von Netflix im Kino

von Matthias

Unsere bayrische Landeshauptstadt im Mittelpunkt: Das Historiendrama „München: Im Angesicht des Krieges“ ist derzeit schon in den Münchner Programmkinos auf der großen Leinwand zu sehen – und zwar vor dem Streaming-Start! Worum es in der Netflix-Produktion geht, was ihr über den internationalen Cast wissen müsst und mit welchen Facts ihr in jeder Trivia-Runde punktet, erfahrt ihr im Artikel. Saallicht aus, Film ab.

 

Davon handelt "München: Im Angesicht des Krieges"

Herbst 1938, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs: Die britische Regierung um Premier Neville Chamberlain reist zur „Münchner Konferenz“, um durch Friedensverhandlungen Adolf Hitlers Einmarsch in die Tschechoslowakei noch abwenden zu können. In der Delegation ist auch der junge Diplomat Hugh Legat dabei. Sein Auftrag: Spionage auf fremdem Boden! Er soll ein geheimes Dokument des für die deutsche Regierung arbeitenden Paul von Hartmann besorgen – ein Beweisstück, dass Hitler in Wirklichkeit keinerlei Friedensabsichten hegt.

Legat und von Hartmann sind alte Freunde, haben sie doch in den 1920er Jahren gemeinsam in Oxford studiert, sich seither aber nicht mehr gesehen. Als die Verhandlungen beginnen, finden sie sich in einem Netz politischer Täuschungen und Gefahren wieder. Wie kann der Krieg verhindert werden – und zu welchem Preis?

 

Drei Gründe für eure Must Watch List

Der britisch-deutsche Cast

George MacKay ("1917") und Jannis Niewöhner ("Narziss und Goldmund") sind die beiden befreundeten Diplomaten – beide sind auch im echten Leben gleich alt und haben sich in den letzten Jahren zum Kreis der wichtigsten jungen Schauspieler:innen ihres Landes gespielt. 

Oscar-Preisträger Jeremy Irons (zuletzt auch in "House of Gucci" und "Justice League") portraitiert Premier Chamberlain, Ulrich Matthes ("Das Boot" als Serie) übernahm die Rolle von Adolf Hitler. Außerdem dabei: Liv Lisa Fries ("Babylon Berlin") und Sandra Hüller ("Toni Erdmann"), Jessica Brown Findlay und Anjli Mohindra.

Hochspannung

Die Frage, wie der Krieg noch verhindert werden könnte, ist zwar fiktiv in den Lauf der Geschichte eingebettet, das Szenario bleibt (wie es sich für einen Spionagethriller gehört) aber spannend bis zum Schluss – auch wenn der tatsächliche Ausgang bekannt ist. Wenn ihr mehr zu den Hintergründen und Folgen des Münchner Abkommens erfahren wollt, empfehlen wir euch die Info-Seite der Bundeszentrale für politische Bildung.

München

Wenn es um Spielorte, historische Ereignisse oder überhaupt um unsere Stadt geht, sind wir auf jeden Fall dabei! München spielt als Filmstadt regelmäßig Haupt- und Nebenrollen in Filmen und Serien: Ob Klassiker wie "Angst essen Seele auf" von Rainer Werner Fassbinder oder der Science-Fiction-Sport "Rollerball", Helmut Dietls "Monaco Franze", Erfolgsfilme wie die Eberhofer-Krimis und "Mein Blind Date mit dem Leben" oder das Instagram-Projekt @ichbinsophiescholl.

Mit "München" kommt die nächste große Produktion auf die Filmografie der Stadt!

 

Trivia zum Mitreden!

Mit diesen Trivia Facts seid ihr in jedem Fall auf Kinobesuch und Filmanalyse bestens vorbereitet:

1. Die Charaktere von Hartmann und Legat sind fiktiv, aber inspiriert von der realen Freundschaft zwischen dem Diplomaten Adam von Trott zu Solz und dem Oxford-Historiker A. L. Rowse. Trott war an Claus von Stauffenbergs Attentatversuch auf Hitler beteiligt und wurde nach dessen Scheitern hingerichtet.


2. Um zum Beispiel die Illusion der Regierungsbüros in den 1930er Jahren perfekt zu machen,
zählte jedes Detail: Alle Briefe auf den Schreibtischen wurden realistisch adressiert und frankiert und Kalender auf das richtige Datum eingestellt. 


3. Mit „Bad Banks“ oder „The Crown“ habt ihr Christian Schwochow als Regisseur
vermutlich schon längst kennengelernt! Letztes Jahr lief auch das Filmdrama „Je suis Karl“ in den Kinos, mit Luna Wedler und – wie nun auch in „München“ – Jannis Niewöhner.


4. Erst 2017 ist die Buchvorlage von Bestseller-Autor Robert Harris erschienen.
Der Brite ist für seine historischen Settings bekannt, in die er fiktive Handlungen einbettet – kennt ihr „Enigma“ oder „Ghost“?


5. Bereits in „1917“ war George MacKay in einem Kriegssetting zu sehen.
In dem Film spielt er einen jungen britischen Soldaten im Ersten Weltkrieg, der eine wichtige Botschaft an die Front bringen muss.

Ihr wollt noch mehr zu den Produktionshintergründen erfahren? Regisseur Christian Schwochow, Produzent Andrew Eaton sowie Sasha Büler, Director International Original Film bei Netflix, waren bereits im Sommer auf dem Filmfest München zu Gast und haben im Panel "Munich: On the Edge of War" über den ersten Sneak Peek gesprochen!

 

Ab ins Kino!

…ist unsere Rausgegangen-Empfehlung! Auch wenn der Film ab dem 21.1. ebenfalls im Netflix-Katalog zu sehen ist, macht sich das Historiendrama und der großartige Cast noch viel besser auf einer großen Leinwand. Bei uns findet ihr dazu alle Spielzeiten in den Münchner Kinos – wir sehen uns im Saal!

"Der Name Paul von Hartmann ist Ihnen geläufig?" – hier seht ihr den Trailer:




Bildnachweise:

Titelbild: Frederic Batier / Netflix
Poster: Netflix
Stills: Frederic Batier / NETFLIX, Sarah M. Lee / NETFLIX